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Forex: Märkte uneins über EZB-Leitzinssenkung

27 April 2013 0 Kommentare

Unsicherheiten im Hinblick auf eine mögliche Leitzinssenkung durch die EZB und abermals widersprüchliche Konjunkturdaten haben den Devisenmarkt in der zweiten Hälfte der abgelaufenen Handelswoche in moderatem Umfang bewegt.

Der EUR/USD notierte am späten Freitagabend bei 1,3027. Das Wochenhoch lag bei 1,3114, das Tief bei 1,2971. Forex Analysten spekulieren auf eine Leitzinssenkung der EZB, die am kommenden Donnerstag auf der Ratssitzung beschlossen werden könnte. Die Zentralbank hatte ihren Vize-Präsidenten verlauten lassen, die Inflation sei schwach und die Konjunktur unter Druck. Das wurde als Signal für eine weitere geldpolitische Lockerung gewertet. Ob und in welchem Umfang diese zu einer Belebung von Konsum und Investitionen führen könnte, ist allerdings höchst ungewiss.

Forex Analysten: Zinssenkung kurbelt Wirtschaft nicht an

Die meisten Ökonomen halten eine Zinssenkung für wirkungslos, weil erstens das Zinsniveau bereits sehr niedrig ist und zweitens die EZB selbst festgestellt hat, dass die „Transmission“ der geldpolitischen Impulse nicht richtig funktioniere. Das indes sieht die Deutsche Bundesbank anders. Sie hält Zinsdifferenzen in verschiedenen Ländern der Währungsunion nicht für ein zu bekämpfendes Übel, sondern für ein Resultat unterschiedlicher Risiken.

Die Bundesbank hat in einer Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht indes scharfe Kritik an den Anleihekäufen der EZB geübt. In Karlsruhe werden demnächst die Klagen gegen den ESM verhandelt (zur Erinnerung: Die Zustimmung des BVG im vergangenen September betraf lediglich die gegen den Rettungsschirm gerichteten Eilanträge). Der „Spiegel“ zitiert in seiner Online-Ausgabe aus der Stellungnahme: „Die Käufe können überdies die Unabhängigkeit der Zentralbanken belasten, die eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Erfüllung ihrer Hauptaufgabe – die Wahrung der Preisniveaustabilität – ist.“ Es seien gezielt Anleihen mit schlechter Bonität gekauft worden, was zu höheren Risiken führe.

Konjunktur bleibt schwach

Die in der abgelaufenen Woche veröffentlichten Konjunkturdaten gaben wie seit langer Zeit ein mäßiges Bild ab. Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal des Jahres hochgerechnet mit einer Jahresrate von 2,50 Prozent gewachsen. Erwartet worden waren 3,00 Prozent. Die Meldung vermochte den Euro nicht weit von 1,30USD fortzutreiben: In der Nähe dieses Bereichs hält sich der Markt seit Wochen auf.

Der ifo-Geschäftsklimaindex hatte Forex Analysten enttäuscht und die Zinssenkungsphantasien erst angestoßen. Der Index wies im April einen Zählerstand von 104,4 Punkten nach 106,2 Zählern im März aus. Im Konsens war mit einem Rückgang auf lediglich 106,2 Punkte gerechnet worden. Nicht nur die Einschätzung der aktuellen Lage, sondern auch der Ausblick für die kommenden sechs Monate trübte sich ein. Die nach wie vor unterstellte Konjunkturerholung im weiteren Jahresverlauf gerät damit in Gefahr.

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