Carry Trades wieder spannend
Im Zuge einer global gestiegenen Risiko-Aversion wurde das Volumen von Carry-Trades in den ersten Monaten seit Eskalation der Finanzkrise deutlich reduziert. Sehr große Zinsunterschiede aber machen das Vorgehen wieder attraktiv. Anleger können in einigen Staaten Zinsen im zweistelligen Prozentbereich erwarten. Die Anlage in diesen Währungen lohnt sich also immer dann, wenn der Kurs gegenüber dem Euro nicht um deutlich mehr als zehn Prozent nachgibt. In Russland liegt der Leitzins derzeit bei 13,0 Prozent, in Rumänien bei 10,0 Prozent. Beide Staaten leiden massiv unter der Finanzkrise. Russland kämpft mit steigenden Defiziten aufgrund des Preisrückgangs am Markt für fossile Brennstoffe und Rumänien sieht sich einem starken Kapitalschwund ausgesetzt. Auch in Ungarn und der Ukraine und anderen Staaten Osteuropas herrscht Ausnahmezustand. In Zeiten der wütenden Finanzkrise werden auch Staatspleiten nicht mehr ausgeschlossen. Die jüngst beschlossene Aufstockung der Mittel für den Internationalen Währungsfonds aber dürfte dies verhindern – die betroffenen Volkswirtschaften sind klein und können von den großen Industrienationen gestützt werden. Carry-Trades in den betroffenen Währungen könnten sich nach dem starken Kursverfall der vergangenen Monate deshalb doppelt lohnen: In der mittelfristigen Perspektive erscheint eine Fortsetzung des in den letzten Wochen zu verzeichnenden Aufwärtstrends möglich. Dann sind Renditen von 20 Prozent zu erzielen. Das Verlustrisiko indes erscheint angemessen für derart aussichtsreiche Perspektiven. Chancenorientierte Forex-Trader greifen nun zu.
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