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Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnitte (GD) sind die einfachsten trendfolgenden Indikatoren. Was ein Durchschnitt ist, dürfte jedem aus der einfachen Schulmathematik bekannt sein und lässt sich ´dementsprechend einfach auf den Forex-Markt übertragen: Die Summe der Schlusskurse mehrerer Perioden wird durch die Anzahl dieser Perioden geteilt. Das Ergebnis ist der Durchschnittswert der in die Berechnung eingeflossenen Kurse zum Betrachtungszeitpunkt.

Was ist nun ein gleitender Durchschnitt? Ein gleitender Durchschnitt bezieht sich immer auf eine bestimmte Anzahl der letzten zurückliegenden Perioden. Viele Trader verwenden für mittelfristige Analysen zum Beispiel den 10-Tages-GD. Das bedeutet, dass die Kurse der letzten zehn Handelstage die Basis für den GD bilden. An jedem neuen Handelstag fällt also der am weitesten zurückliegende Tag aus der Berechnung heraus. Gleitende Durchschnitte glätten somit die Kurse und geben ein von einzelnen Extremen unverzerrtes Bild. Je länger der Zeitraum ist, auf den sich ein GD bezieht, desto „träger“ ist der Durchschnitt, weil die Änderung des Indikator-Wertes durch den jeweils letzten Kurs relativ gering ausfällt.

Wie wird ein gleitender Durchschnitt interpretiert? Die Aussage eines gleitenden Durchschnitts ist einfach. Liegt der Kurs des Marktes über seinem Durchschnitt, besteht offensichtlich ein Nachfrageüberhang. Umgekehrt indiziert ein Kurs unterhalb des GD-Wertes Angebotsdruck. Dementsprechend lautet die Signal-Regel von gleitenden Durchschnitten, dass eine Longposition eröffnet werden sollte, wenn der Kurs seinen Durchschnitt von unten nach oben kreuzt und analog eine Shortposition sinnvoll ist, wenn der Kurs unter seinen Durchschnitt fällt. Es gibt verschiedene Arten von gleitenden Durchschnitten. Der einfache gleitende Durchschnitt wurde bereits vorgestellt. Bei ihm gehen alle berücksichtigten Kurse mit dem gleichen Gewicht in die Berechnung ein. Eine andere Methode sind gewichtete GDs: Hier sind die jüngere Kurse für den Indikator-Wert bedeutsamer als ältere. Die Gewichtung erfolgt dabei in der Praxis entweder linear oder logarithmisch. Bei der linearen Gewichtung mit dem Faktor 10 wird dem letzten Kurs eines 10-Tages-GDs die Zehnfache Gewichtung vom ersten Kurs eingeräumt. Der vorletzte Kurs geht mit dem Neunfachen ein, der vorvorletzte mit dem Achtfachen etc. Gewichtete GDs sind sehr viel beweglicher als ungewichtete Durchschnitte. Sie indizieren schneller die Existenz eines Trends, produzieren aber auch mehr Fehlsignale. Besonders ausgeprägt ist diese Eigenschaft bei exponentiell gewichteten GDs, bei denen die ersten Kurse nur eine marginale Bedeutung haben.

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