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Trading Beispiel 2

Ein Trader beobachtet das EUR/USD-Währungspaar und geht davon aus, dass sich der Euro gegenüber dem Dollar aufwerten will. Um die Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen, wird jedoch nicht sofort eine Position eröffnet. Da kurz über dem gegenwärtigen Kursniveau eine signifikante Widerstandszone liegt, soll zunächst abgewartet werden.

Der aktuelle Kurs liegt bei 1,4256, der Widerstandbei 1,4280. Der Trader positioniert deshalb eine Limitorder bei einem Niveau von 1,4290. Erreicht der Markt dieses Niveau, erfolgt automatisch die Eröffnung einer Longposition. Mit der Limitorder werden alle relevanten Zusatzinformationen an den Forex Broker übermittelt. Die Positionsgröße beläuft sich auf 50.000 Euro und das Stopp-Loss wird bei 1,4280 gesetzt. Das Limit wird mit einem zeitlichen Ablaufdatum versehen und verliert 72 Stunden nach Platzierung seine Gültigkeit. Der Euro steigt nun tatsächlich an und erreicht einen Kurs von 1,4320, um dann zunächst zu stagnieren. Der Trader kann sich über einen nicht realisierten Gewinn von gut 20 Prozent bezogen auf den Eigenkapitaleinsatz freuen. Er geht aber davon aus, dass der Kurs weiter steigen wird und entscheidet sich deshalb, im Markt zu bleiben. Damit im ungünstigen Fall aus dem Gewinn nicht noch ein Verlust wird, wird der Stopp-Loss-Kurs manuell nachgezogen und auf 1,4300 gesetzt. Am nächsten Tag steigt der Kurs weiter und erreicht im Handelsverlauf ein Niveau von 1,4365. Der Gesamtgewinn des Traders beläuft sich damit auf 75 Pips (die Geld-Brief-Spanne wurde bereits berücksichtigt). Bezogen auf den Einsatz beträgt der Gewinn der Position nun mehr als 50 Prozent. Da die Position über Nacht gehalten wurde, stellt der Broker jedoch Zinsen in Rechnung. Wie hoch diese ausfallen bzw. ob überhaupt eine Belastung des Kontos erfolgt, richtet sich nach der Zinsdifferenz zwischen dem Euroraum und den USA sowie der Preispolitik des Forex Brokers. Zur Erinnerung: Eine Longposition im EUR/USD-Währungspaar ist technisch betrachtet nichts anderes als eine Kreditaufnahme im US-Dollar und die Anlage der geliehenen Finanzmittel im Euro. Da die Zinsen im Euroraum höher sind als die im Dollar und die Differenz ausreicht, um die Marge des Brokers zu decken, erfolgt in diesem Beispiel keine Belastung. Eine Gutschrift erhält der Investor jedoch auch nicht.

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