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Forex: Italien hält die Märkte in Atem

14 November 2011 1 Kommentar

Der Devisenmarkt zeigt sich auch in dieser Handelswoche ausgesprochen volatil. Der Euro gab gegenüber dem US-Dollar deutlich auf 1,3631 nach. Die Handelsspanne im EUR/USD belief sich dabei auf fast 200 Pips. An den Finanzmärkten setze sich die Angst der Anleger vor einer weiteren Eskalation der Euro-Schuldenkrise fort.

Der am Samstag endgültig vollzogene Rücktritt des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi und die beginnende Regierungsbildung seines Nachfolgers Mario Monti konnten die Märkte nicht beruhigen, wie sich bei einer Anleiheauktion Italiens am Montag zeigte. Bei einer Emission von fünfjährigen Titeln im Volumen von 3,00 Mrd. Euro musste Italien Investoren eine Rendite von 6,29 Prozent zugestehen – so viel wie noch nie seit der Einführung des Euro.

Forex Analysten erwarten steigende Renditen für Italo-Bonds

Da Italien derzeit eine Schlüsselposition in der Euro-Schuldenkrise vertritt, führen Rekordrenditen an den Bondmärkten auch an den Aktienmärkten und am Forex Markt zu Unsicherheit. Forex Analysten rechnen mit weiter steigenden Renditen für Italien, weil die neu emittierten Papiere binnen weniger Stunden nach der Emission deutlich nachgaben. Das könnte Investoren für die nächsten Auktionen zu Zurückhaltung bewegen.

Dass der Regierungswechsel in Italien nur wenige Stunden lang für bessere Stimmung sorgen konnte, ist nach Ansicht von Analysten kein Zufall. Der Forex Analyst Thomas Amend von HSBC Trinkaus konstatierte: „Die Reaktionen der Märkte auf politische Entscheidungen werden in ihrer Halbwertszeit immer kürzer“. Steigende Finanzierungskosten für den italienischen Staat verknappen die Zeit, die der Politik für das Erarbeiten einer Lösung oder zumindest eines relativ ungefährlichen Übergangszustandes bleibt.

EZB kauft weniger Staatsanleihen als erwartet

Die Europäische Zentralbank hat ihre Interventionen am Anleihemarkt offenbar eingeschränkt. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete, dass im Zeitraum vom 03. Bis zum 09. November Bonds im Volumen von 4,5 Mrd. Euro durch die Zentralbank gekauft worden waren. In der vorangegangenen Berichtswoche waren es noch 9,5 Mrd. Euro gewesen. Forex Händler hatten nicht mit einem Rückgang, sondern einem Anstieg der Käufe gerechnet.

Möglicherweise will die EZB einen neuen Versuch starten, wieder an eigener Kontur zu gewinnen und den verbliebenen Teil ihrer politischen Unabhängigkeit zu bewahren. Bundesbankpräsident Weidmann forderte auf einer Bankenkonferenz in Frankfurt einen Ausstieg aus den Bondmarktinterventionen. Die Zentralbank könne und dürfe Solvenzprobleme von Banken und Staaten nicht lösen.

Weidmann fordert ein Ende der Vereinnahmung der Geldpolitik durch die staatlichen Souveräne. Eine solche Entwicklung verringere den Druck auf die Politik für das Ergreifen der erforderlichen Maßnahmen zur Konsolidierung. In diesem Zusammenhang lehnte er auch eine Finanzierung des EFSF über die EZB explizit ab. Die Grenze zwischen Fiskal- und Geldpolitik drohe dann zu verschwinden.

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