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Liniencharts

Liniencharts sind auch jenen geläufig, die mit Trading und aktiver Kapitalanlage nichts zu tun haben, weil sie die in den Medien (leider) gebräuchlichste Darstellungsform sind. Das Prinzip ist sehr einfach: Am Ende jedes Zeitintervalls (also je nach Wahl einer Stunde, einem Tag einer Minute etc.) erzeugt der Chart einen Punkt, bei dem es sich um den Kurs zu exakt diesem Zeitpunkt handelt. Die einzelnen Punkte werden dann miteinander verbunden und es entsteht die bekannte gezackte Linie.

Um es kurz zu machen: Liniencharts sind für aktive Trader nicht geeignet. Sie unterschlagen zu viele Informationen, weil sie pro Intervall nur einen einzigen Kurs berücksichtigen. Ein einfaches Beispiel zeigt, dass auf diesem Wege sehr wichtige Fakten unter den Tisch gekehrt werden können. Steigt der Kurs den ganzen Tag über stark an und erreicht vielleicht sogar ein neues Jahres- oder gar Allzeithoch und gibt er dann zum Ende des Handelstages wieder so stark ab, dass er nahe des Eröffnungsniveaus notiert, zeigt ein Tageschart eine vollkommen unspektakuläre Reaktion: Der Chart verläuft an diesem Tag seitwärts. Aus Sicht des Analysten zeigt sich der Handelsverlauf eines solchen Tages dann genauso wie der eines Tages, an dem tatsächlich nichts passiert und die Kurse wenn überhaupt dann ganz schwach mal in die eine, dann in die andere Richtung tendieren.

Aus dem rasanten Kursverlauf der ersten Variante ließe sich vieles ableiten und das Ergebnis der Marktanalyse würde signifikant anders ausfallen als im zweiten Fall. Der Linienchart gibt keinerlei Aufschluss darüber, wo der Kurs eines Marktes einmal war, weil er nur eine Momentaufnahme graphisch abbildet. Im Forex Trading ist der Einsatz von Liniencharts aus zwei Gründen noch gefährlicher als in anderen Märkten. Zum einen ist – wie bereits mehrfach erwähnt – aufgrund des großen Finanzhebels im Währungshandel präzises Timing wichtig. Zum anderen können Trader im Aktien- oder Rohstoffmarkt zusätzlich zum Kurs das Handelsvolumen betrachten und so Tage erkennen, an denen der Markt sich ungewöhnlich verhalten hat. Forex Broker können bestenfalls das Volumen darstellen, dass über ihre Plattform abgewickelt wurde, weil Forex Trading außerbörslich abläuft. Diese Information aber  ist für den technischen Analysten nutzlos.

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