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Kurslücken

Kurslücken sind sehr wichtige charttechnische Indikatoren. Eine aufwärts gerichtete Kurslücke ist in einem Balkenchart daran zu erkennen, dass der niedrigste Kurs eines Balkens signifikant höher liegt als der höchste Kurs des vorangegangenen Balkens. Auf dem Chart ist dann ein Lücke zu sehen. Analog verhält es sich mit Abwärtslücken.

Eine Aufwärtslücke ist grundsätzlich ein bullishes Signal, eine Abwärtslücke signalisiert fallende Kurse. Lücken werden als Verstärker einen bestehenden Trends interpretiert. Deshalb gilt eine Aufwärtslücke nach ihrer Entstehung für den darüber notierenden Markt auch als Unterstützung, während eine Abwärtslücke für die unter ihr liegenden Kurse einen Widerstand darstellt. Kurslücken werden abweichend interpretiert, wenn sie in bestimmte Stadien eines Trends vorkommen. In der Chartanalyse werden dabei die Ausbruchslücke, die Fortsetzungslücke und die Erschöpfungslücke definiert. Die Ausbruchslücke findet sich am Beginn einer größeren Trendbewegung. Es kann sich dabei um den Beginn eines neuen Trends ebenso handeln wie um eine größere Korrektur innerhalb einer übergeordneten Trend-Struktur handeln.

In der Mitte einer Trendbewegung findet sich häufig die so genannte Fortsetzungslücke. Weil sie erfahrungsgemäß ungefähr bei der Hälfte einer Trendbewegung vorkommt, wird sie oft auch als Mess-Lücke (in Anlehnung an den englischsprachigen Begriff „Measuring Gap“) bezeichnet. Fortsetzungslücken bieten dem Trader eine sehr wertvolle Information: Treten sie auf, ist die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des bestehenden Trends groß. Kommt innerhalb einer Bewegung eine dritte Kurslücke vor, handelt es sich dabei mit großer Wahrscheinlichkeit um die so genannte Erschöpfungslücke. Diese indiziert das Ende des Trends und signalisiert dem Trader damit, dass es besser ist, bestehende Longpositionen zu schließen. Hinsichtlich der Erschöpfungslücke und ihrer Interpretation ist allerdings Vorsicht geboten, weil gerade in sehr trendstarken Märkten mehrere Fortsetzungslücken auftreten könnten. Anstelle des Ausstiegs sollte in Märkten, die von einer sehr starken Aufwärtsdynamik geprägt sind, deshalb besser eine Anpassung des Stopp-Kurses erfolgen. Folgt auf eine Aufwärtsbewegung jedoch ein Abwärtsimpuls, der seinerseits durch eine Lücke eingeleitet wird, handelt es sich erfahrungsgemäß um eine Erschöpfungslücke im klassischen Sinne.

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