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Insel- und Schlüsselumkehr

Zwei ganz wesentliche Umkehrmuster sollen nicht unbehandelt bleiben: Die Inselumkehr und die Schlüsselumkehr sind leicht zu identifizieren und bieten gleichzeitig eine hohe Trefferquote. Bei beiden Konzepten handelt es sich um Konstellationen, die auf jedem Balkenchart zu sehen sind.

Die Schlüssel-Umkehr zeichnet sich in einem Aufwärtstrend durch ein neues Hoch aus. Der Balken, der dieses Hoch markiert, schließt jedoch in der Nähe seines Tiefs bzw. genau darauf und gleichzeitig unterhalb des Tiefs des vorangegangenen Balkens. Je weiter unterhalb der Balken unterhalb des vorherigen Tiefs schließt, desto aussagekräftiger ist die Formation. Zudem erhöht ein Schluss auf Periodentief die Signifikanz der Schlüsselumkehr. Analog verhält es sich mit der Formation im Anschluss an einen Abwärtstrend: Zunächst wird ein neues Tief markiert, dann dreht der Markt und schließt nahe seines Tiefkurses unterhalb des Tiefs der Vorperiode. Wie hoch die Trefferwahrscheinlichkeit der Schlüssel-Umkehr ist, wird unter Fachleuten diskutiert. Skeptiker schreiben ihr keine gegenüber dem Zufall signifikant verbesserte Aussagekraft zu. Andere wiederum sehen in der Schlüsselumkehr ein wirkungsvolles Instrument.

Die Insel-Umkehr ist eine Formation, die nur sehr selten vorkommt. Wenn sie jedoch auftritt, sind bedeutende Marktbewegungen in Anmarsch und bei frühzeitigem Handeln sind große Profite möglich. Die Insel-Umkehr besteht aus zwei Kurslücken, zwischen denen sich für einige Perioden Handel oberhalb des Niveau der Lücken abspielt. Zunächst ist auf dem Chart eine Erschöpfungslücke zu sehen, die am Ende von Trendmustern vorkommt. Dann markiert der Markt ein neues Hoch (in einem Abwärtstrend ein neues Tief), um dann in Gestalt einer so genannten Außreißer-Lücke (im englischen Sprachgebrauch als „Exhaustion Gap“ bezeichnet) seine Bewegung nach unten anzutreten.

Die Inselumkehr ist im Nachhinein zwar leicht zu erkennen. Zu dem Zeitpunkt, zu dem die Erschöpfungslücke auftritt, kann der Trader jedoch noch keinerlei Schlüsse ziehen. Die Erschöpfungslücke könnte dann genauso gut eine Fortsetzungslücke sein. Werden nach der Lücke neue Hochs erreicht, ist dies sogar zunächst einmal anzunehmen. Die zweite, nach unten weisende Lücke erfordert deshalb eine schnelle mentale Umstellung: Zunächst muss die Longposition geschlossen werden, weil die Annahme einer Fortsetzungslücke sich als falsch erweist. Dann muss sofort eine Shortposition eingegangen werden, weil die Zeichen auf Crash stehen.

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