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Federal Reserve Bank

Die Federal Reserve Bank ist die Zentralbank der USA. Ihr wichtigstes Organ ist das Federal Open Market Committee (FOMC). Es setzt sich zusammen aus sieben Gouverneuren des Governors Boards, dem Präsidenten der Zentralbank von New York City sowie vier weiteren Präsidenten von regionalen Zentralbanken, die im Wechsel für je 12 Monate bestellt werden.

Das Federal Open Market Committee (FOMC) legt die geldpolitischen Ziel der Fed fest und steuert darüber hinaus alle Offenmarktoperationen. Die Entscheidungen des FOMC werden von der Finanzwelt mit ganz besonders großem Interesse verfolgt. Änderungen in der Zinspolitik der Fed sind in der Lage, die Geschehnisse an den Devisenmärkten für längere Zeit stark zu beeinflussen.

Deshalb versuchen Analysten stets, die nächsten Schritte des FOMC vorauszusehen und analysieren Statements der Notenbanker auf kleinste Details und versteckte Hinweise. Aufgrund der immensen Resonanz an den Finanzmärkten ist die Federal Reserve Bank gezwungen, sehr diplomatisch zu agieren, da bei einer schlechten Kommunikation schnell Turbulenzen an den Finanzmärkten entstehen können. An acht Terminen im Jahr trifft sich das FOMC planmäßig, um über die Zinspolitik zu beraten. Bereits im Vorfeld solcher Treffen ist an den Märkten oft Nervosität zu spüren.

Die Notenbank ist in den USA ebenso wie in Europe unabhängig von der politischen Führung in Washington. Für Verwirrung sorgt unter europäischen Anlegern oft der Umstand, dass die Fed privaten Banken „gehört“. In der Tat sind große Banken in den USA per Gesetz dazu gezwungen, Anteile an der regionalen Zentralbank ihres Bundesstaats bzw. Bezirks zu zeichnen.

Sie erwerben damit auch ein Stimmrecht an diesen und können ihren Präsidenten wählen. Diese als „Member-Banks“ bezeichneten Institute erhalten auch eine Dividende von der Zentralbank, an der sie beteiligt sind. Sie haben aber allein durch ihre Mitgliedschaft weder Vorteile bei den Mindestreservevorschriften noch bei der Refinanzierung. Die wesentliche geldpolitische Größe, um die sich die Aktivitäten der US-Notenbank drehen, ist die so genannte Federal Funds Rate. Diese versteht sich als ein Tagesgeldsatz im US-Interbankenmarkt. Die Federal Funds Rate wird durch verschiedene Instrumente der Fed gesteuert – eine direkte Festsetzung wie in Europa gibt es nicht. Wird in den Medien von einer Leitzinssenkung in den USA gesprochen, handelt es sich dabei um ein durch das FOMC nach unten angepasstes „Target Level“ für die Federal Funds Rate.

Dennoch zeigen sich keine wirklich gravierenden Unterschiede zu Europa. Die US-Notenbank steuert das Zinsniveau am amerikanischen Geldmarkt mit Offenmarktoperationen, über die Bestimmungen der Mindestreservehaltung sowie über die so genannte Discount Rate. Die Discount-Rate ist der Zinssatz für Refinanzierungskredite, über die Geschäftsbanken sich bei der Fed Liquidität leihen können.

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