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Trading Beispiel 1

Ein Trader eröffnet eine Long-Position im EUR/USD-Währungspaar bei einem Briefkurs von 1,4042. Er setzt damit darauf, dass sich der Euro gegenüber dem Dollar aufwerten wird. Das Volumen der Position hat einen Gegenwert von 100.000 Euro und auf dem Handelskonto werden dementsprechend 1000 Euro gesperrt.

Das Stopp-Loss wird bei 1,4030 gesetzt. Direkt nach der Eröffnung der Position zeigt das Konto einen nicht realisierten Verlust von knapp 15 Euro an. Der Grund: Wenn sich der Kurs nicht bewegt, erleidet der Trader einen Verlust, weil der Gegenwert der Position nach der Einbuchung im Geldkurs gerechnet wird. Dieser ist zwei Pips niedriger als der Briefkurs, so dass zunächst ein kleiner Verlust entsteht. Der Kurs des Euro steigt nun tatsächlich an und notiert wenige Stunden später bei 1,4125 (Geldkurs). Der Trader entschließt sich, die Gewinne mitzunehmen und stellt die gesamte Position glatt. Da keine Zinsen anfallen, weil die Position nicht über Nacht gehalten wurde, beläuft sich der Gewinn des Investors auf 591 Euro. Dies ergibt sich aus dem Verhältnis von Kaufkurs (1,4042) und Verkaufskurs (1,4125) und der Positionsgröße. Die hundertfache Hebelwirkung wird hier eindrucksvoll ersichtlich: Obwohl der Kurs der Position sich um lediglich knapp 0,6 Prozent nach oben bewegt hat, beläuft sich der Profit bezogen auf das eingesetzte Eigenkapital auf fast 60 Prozent. Es ist wichtig, den Zusammenhang zwischen dem anfänglichen Verlust, der Gewinnberechnung und dem Geld- bzw. Briefkurs zu verstehen. In Kurzform: Bei der Eröffnung einer Longposition erfolgt die Einbuchung zum (höheren) Briefkurs, der Wert der Position wird dann unmittelbar danach im Geldkurs angegeben. Wäre eine Shortposition eröffnet worden, wäre der Verkauf zum niedrigeren Geldkurs erfolgt und der Gegenwert der Position wäre dann unmittelbar danach zum höheren Briefkurs angezeigt worden. Auch bei einer Shortposition fällt somit unmittelbar nach dem Einstieg ein kleiner Verlust an. Wichtig ist die Berücksichtigung der Geld-Brief-Spanne deshalb auch bei der Bemessung des Stopp-Loss-Levels. Der Eröffnungskurs bei 1,4042 lag 12 Pips vom Stopp-Level entfernt. Aufgrund des Spreads beläuft sich der Abstand des Marktkurses bei Eröffnung der Position jedoch nur auf 10 Pips – die Glattstellung nämlich erfolgt zum Geldkurs.

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