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Zinsen durch den Hebeleinsatz

Ein Währungsgeschäft ist technisch betrachtet nichts anderes als die Kombination aus einer Kreditaufnahme in der einen Währung und der Anlage dieses Kredites in der anderen Währung. Der Umtausch erfolgt zum bei Eröffnung einer Position gültigen Wechselkurs.

Ein Anleger, der eine Longposition im EUR/USD-Währungspaar eröffnet, verschuldet sich in Dollar, tauscht diese Dollar in Euro um und legt sie am Geldmarkt an. In der Praxis des Forex Tradings erfolgen die Abläufe selbstredend ohne administrativen Aufwand: Ein Mausklick genügt und alles ist in die Wege geleitet. Für die Kreditaufnahme in der einen Währung sind Sollzinsen zu entrichten, für die Anlage am Geldmarkt in der anderen Währung werden Habenzinsen gezahlt. In der Summe kann die Belastung durch die Zinsen somit positiv oder negativ ausfallen. Abhängig ist dies einzig und allein von der Relation der beiden betreffenden Zinsniveaus und der Marge, der der Forex Broker erhebt. Würde der Broker die Geldmarktzinsen ohne Gewinnaufschlag an seine Kunden weiterreichen, wäre der Zinssaldo immer dann positiv (also zu Gunsten des Anlegers), wenn das Zinsniveau in der Anlagewährung das Zinsniveau in der Verschuldungswährung übersteigt. Umgekehrt müssten Zinsen entrichtet werden, wenn das Zinsniveau der Verschuldungswährung höher ist als das der Anlagewährung. In der Praxis erheben Forex Broker eine beträchtliche Spanne und verzerren das Bild so. Liegen die Zinsniveaus der Währungen eines Geschäftes nahe beieinander, müssen in der Regel Zinsen entrichtet werden. Je nach Broker gibt es große Unterschiede bei der Belastung bzw. Gutschrift der Zinsen. Die meisten verfahren derart, dass Zinsen immer nur dann valutiert werden, wenn eine Position über Nacht gehalten wird. In den Handelsbedingungen wird dabei exakt definiert, zu welcher Uhrzeit die Nacht in einem bestimmten Währungspaar beginnt. Einige Forex Broker sehen auch eine stetige Verzinsung (auf Sekundenbasis) vor. Dabei werden die Zinsen sekundengenau valutiert und in der Regel einmal täglich abgebucht. Da die Unterschiede bei den Zinskosten je nach Broker sehr groß sind, empfiehlt es sich, auch auf diesen Teil der Konditionen einen genaueren Blick zu werfen, bevor mit dem Handel begonnen wird.

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