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EZB überrascht die Märkte – EUR/USD im Aufwind

2 April 2009 1 Kommentar

Die Europäische Zentralbank überraschte den Forex-Markt am heutigen Tage: Die Währungshüter senken den Leitzins um lediglich 25 Basispunkte auf fortan 1,25 Prozent. Es handelt sich dabei zwar um das niedrigste Zinsniveau seit Bestehen der Gemeinschaftswährung. Die Märkte hatten jedoch einen deutlicheren Schritt erwartet und waren seit Wochen von einer Zinssenkung im Umfang von 50 Basispunkten ausgegangen. Der Euro legte heute gegenüber dem US-Dollar stark zu und notierte am Nachmittag zwischenzeitlich sogar wieder über 1,35 Dollar je Euro. Die EZB steht aufgrund ihrer im Vergleich zu anderen Zentralbanken defensiven Vorgehensweise nun stark unter Druck: Die Gewerkschaften  forderten stärkere Zinssenkungen, um Unternehmen und Arbeitsplätze zu erhalten. Auch der Bundesverband öffentlicher Banken kritisierte den geringen Zinsschritt als „zu defensiv“. Die EZB kündigte derweil an, erst in einem Monat darüber Auskunft zu geben, welche „alternativen“ Vorgehensweisen in der Geldpolitik zur Krisenbekämpfung angedacht werden könnten. Gemeint sind damit Maßnahmen zur quantitativen Lockerung, wie sie in den USA und Japan durch einen Aufkauf von Unternehmensanleihen und anderen Wertpapieren seitens der Notenbanken betrieben wird. Am Forex-Markt dürften die Zentralbank-Sitzungen in Zukunft noch aufmerksamer verfolgt werden: Die starken Kursschwankungen im zeitlichen Umfeld geldpolitischer Ankündigungen ermöglichen hohe Profite. Eine neuerliche Zinssenkung in der Zukunft ist allerding nicht ausgeschlossen: EZB-Chef Jean-Claude Trichet ließ verlauten, dass ein weiterer „maßvoller“ Schritt nach unten im Hauptrefinanzierungsgeschäft durchaus in Betracht komme.

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