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Das Währungssystem

26 September 2008 0 Kommentare

Das Währungssystem, welches auch Wechselkurssystem genannt wird, gilt als System von nationalen Währungen. Dabei werden durch institutionelle Mittel sowie Vorschriften und Regelungen die Wechselkurse, nominaler Art, der Währungen untereinander in einer genau definierten Verhältnisspanne bzw. im definierten Verhältnis gehalten. Teilweise wird unter einem Währungssystem aber auch das System der nationalen Währung eines bestimmten Landes verstanden. Dies umfasst dann auch Noten, Münzen, Prägerechte usw.

Grundsätzlich muss das Währungssystem von der Währungsunion unterschieden werden.

Im Falle des Währungssystems hat jedes Land seine eigene Währungssouveränität sowie eigene nationale Zentralbanken. Dies ist bei den Ländern, welcher einer Währungsunion angehören in der Regel nicht der Fall. Generell haben Währungssysteme den Zweck, Wirtschaftsbeziehungen auf internationaler Ebene zu vereinfachen. Dies vor allem durch die Reduzierung des Währungsrisikos sowie durch die Preisstabilität bzw. die Währungsstabilität.

Ein großer Vorteil dieses Systems ist dabei die Förderung des weltweiten Handels. Besonders exportorientierten Ländern sichert das System Chancen auf Absatzmärkten. Ein Nachteil ist die Gefahr der so genannten importierten Inflation. Durch das Währungssystem können aber auch Chancen für Arbitrageure entstehen, die so Gewinne erzielen. Wichtig ist allerdings auch die Erfüllung der Mindestanforderungen an das Währungssystem. Dazu gehören die zentrale Aufsicht, kodifizierte Regeln sowie die Rechfertigungspflicht der Mitglieder.

Dort, wo ein fester Wechselkurs nicht durch die Bindung an das Edelmetall sichergestellt wird, also wo es keine Goldwährung gibt, ist üblicherweise die Zentralbank der entsprechenden Nation dazu verpflichtet, Währungsreserven in einer ausreichenden Menge vorzuhalten. Außerdem hat die Zentralbank in diesem Fall die Aufgabe eine schwächer werdende Währung durch Stützungskauf zu unterstützen sowie eine zu stark werdende Währung durch Verkauf absichtlich zu schwächen. Beispiele für unterschiedliche, größere Währungssystem in der Neuzeit sind jegliche Metallwährungen, also Geld, die in einem definierten festen Verhältnis zu einem Edelmetall wie beispielsweise Gold stehen. Gold gilt hierbei übrigens als das typische Edelmetall. Die Notenbanken müssen in diesem Fall nicht eingreifen, da die Währungsverhältnisse fest sind. Bis zum Jahr 1931 galt die Goldwährung als absolut üblich. Ein weiteres Beispiel für ein Währungssystem zwischen 1949 und 1971 stellt das Bretton-Woods-System dar. Dieses wies zunehmend flexible Wechselkurse auf. Die Währungen waren zuerst lose an Gold gekoppelt über den amerikanischen Dollar und in späterer Zeit nur an der Leitwährung des US-Dollars. Es folgte 1972 die Europäische Währungsschlange. Bei diesem System waren feste Wechselkurse zwischen 6 Ländern aus Europa zeitweilig an den US-Dollar gebunden. 1979 entstand die Kunstwährung ECU.

Durch das Europäische Wirtschaftssystem, EWS, entstand im Jahr 1979 für die Mitgliedsländer die gegenseitige Verpflichtung die europäischen Währungen in einer genau definierten Verhältnisspanne zum ECU zu halten. Dieses Ziel sollte durch die einzelnen nationalen Notenbanken der verschiedenen Länder in Form von Stützungskäufen sowie Verkäufen erreicht werden. Im Jahr 1999 kam es zum EWS II. Dies beinhaltet, dass nach  der Gründung der Europäischen Währungsunion große Schwankungen von Nicht-EUR-Währungen im Gegensatz zu Euro innerhalb der EU vermieden werden sollen.

Grundsätzlich gab es auch schon in der Antike Gebiete und Wirtschaftsräume, innerhalb derer der Handel vereinfacht wurde durch die Nutzung vereinheitlichter Münzen. Als Beispiel kann das Geldwesen genannt werden, welches die Römer unter der Herrschaft des Kaisers Augustus nutzten. Augustus sorgte für genormte Münzen, welche im gesamten Reich eingesetzt und dezentralisiert hergestellt wurden. Dies ist gleichzeitig ein Beispiel für eine auf Edelmetall aufbauende Währung. Auch für den Handel außerhalb der Grenzen des römischen Reiches ist diese Eigenschaft wohl von Bedeutung gewesen.                                     

 

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