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Deutliche Gewichtsverluste bei den Finanzwerten

27 Januar 2009 0 Kommentare

Deutliche Kursverluste bei den Banktiteln können in Zukunft bewirken, dass die Gewichte bei den Finanzwerten im Deutschen Aktienindex viel von den Entwicklungen zu spüren bekommen. Die Postbank könnte im März sogar von einem Abstieg aus dem Dax bedroht sein, wenn sich die Entwicklungen dort weiterhin so negativ zeigen. Und auch für die Commerzbank sind die sicheren Zeiten bezüglich des Dax längst Vergangenheit.

Richtig intensive Kursverluste haben die Banktitel in der Vergangenheit zu verzeichnen gehabt und so kann sich das bald in einem niedrigeren Gewicht bezüglich der Finanzwerte im Deutschen Aktienindex zeigen. Das Regelwerk wurde am Freitag noch einmal angepasst und so könnte die Prüfung des Index dann schon für Anfang März das Aus für die Postbank auf den Top 30 bedeuten. Und auch die Commerzbank musste Bodenverlust hinnehmen, allerdings ist die immerhin noch stabil genug, um nach neuen Regularien die Klasse im Moment noch halten zu können.

Brisant ist das Thema aber auf alle Fälle geworden, denn durch die Regelanpassungen hat die Indexveränderung nun wieder eine völlig neue Bedeutung an der Deutschen Börse erhalten. Die Regeländerungen wurden am Wochenende erst bekannt gegeben.

Wer sich jetzt für Aktien interessiert, sollte sich die neuen Regularien gleich verinnerlichen. Tatsache ist her zunächst einmal, dass für die potenziellen Aufrücker die Regeln deutlich gelockert wurden und so ist es dann künftig weitaus einfacher als zuvor, für die bedrohten Abstiegskandidaten schnell einen Nachfolger auszumachen.

Musste ein Aufstiegkandidat bisher hinsichtlich der Börsenumsätze und der Marktkapitalisierung mindest einen der ersten 35 Plätze einnehmen, so reicht es nun hinsichtlich der Umsätze, wenn der Aufstiegskandidat sich nun in den ersten 45 Rängen bewegt, um schon als solcher bewertete zu werden. Die alten Regeln brachten es mit sich, dass einigen Kandidaten schon im Vorfeld der Aufstieg verwehrt blieb und inzwischen sind nach neuen Regularien für den 4. März schon interessante Vorentscheidungen ausgefallen. So droht dem Chip-Hersteller Infineon nun nach neun Jahren der Zugehörigkeit inzwischen der Abschied aus dem Dax, während die Pharma-Holding Fresenius nun als echter Aspirant hinsichtlich eines Aufstiegs gilt.

Eine weitere Neuerung hinsichtlich der Berechnungen von Analysten ergibt sich dann auch für die Postbank, die jetzt nach den neuen Regularien nach knapp drei Jahren jetzt wieder ihren Platz aus dem Dax abgeben muss. Als Kandidat, der nachrückt, gilt dann die Bochumer Gea als Technologiekonzern – und der wäre nach den alten Regeln nie zum Zuge gekommen hinsichtlich des Einzugs in den Dax, denn nach Marktwert steht die Gea-Aktie nach Analystenberechnungen auf Platz 32, nach Börsenumsätzen sogar nur auf Platz 38. Somit profitiert dieses Unternehmen ganz eindeutig von den neuen Regeln. Und so ist zumindest ein kleiner Teil der alten Metallgesellschaften nun wieder im Dax daheim, was Platzverluste im Jahr 1996 langfristig verhindert hatten. Die Gea-Aktie soll übrigens nach Analystenmeinung trotz der Umsatzwarnung auf der Mitte Januar 2009 keine Probleme bekommen mit dem Einzug in den Dax.

Sicherlich werden einige Unternehmen von den neuen Regularien profitieren. Aber alteingesessene Unternehmen werden im Zuge dieser Neuregelungen ihren sicheren Platz im Dax nun nicht mehr so sicher verteidigen können. Bringen die neuen Regularien nun wirklich frischen Wind an die Börse?

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