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Portfolio – ist das echte Absicherung?

22 Januar 2009 0 Kommentare

Auch wenn die Anbieter im Bereich der Währungsgeschäfte von einer Stabilität im Depot sprechen – was ja auch ihre berufliche Verpflichtung ist – wirkliche Erträge liefern doch letztlich nur die wenigsten Produkte und so kann man fast schon von einer Wahrscheinlichkeit wie bei einer Wette sprechen, das echte Erträge erzielt werden.

Die Rendite, die bei 5,5 Prozent – auf ein Jahr gerechnet – liegt, das ist wohl in den letzten zwölf Monaten für Aktionäre eher ein Wunschtraum denn Realität gewesen. Auch wenn einige wenige Aktionäre das geschafft haben – dann aber eben oft mit einem Fondsmanager, wo die Mischung einfach den Erfolg ausmacht. Und viele Anleger investieren ihr Kapital dann gern bei Fondsmanagern, die dann eben nicht mehr am Aktienmarkt anlegen, sondern eher in Devisen. Hier sind es dann die liquiden Währungen sowohl in Japan und den USA als auch natürlich in Europa, die in den Fokus der Fondsmanager gelangen. Und auch die Richtung der Kurse spielt hier nur noch eine sekundäre Rolle, denn bei Termingeschäften können für den Fonds dann nämlich auch Gewinne möglich sein, wenn die Kurse eher schrumpfende Tendenzen aufweisen.

Die Devisenfonds sind noch absolute Youngster im Bereich der Anlagen, denn erst seit dem Jahr 2004 dürfen die Fondsgesellschaften ihren Anlegern diese Produkte anbieten. Währungswetten waren in den Jahren dafür lediglich dafür erlaubt, eine Absicherung zu betreiben. Mit Devisenfonds kann es Anlegern aber sehr gut gelingen, ihre Risiken in Depots deutlich zu dezimieren – das sagen zumindest die Anleger als Profis auf dem Gebiet. Der Devisenmarkt agiert schließlich relativ unabhängig von den anderen Märkten und dort sind auch noch dann Renditen Möglich, wenn die klassischen Aktienanlagen schon einen Kollaps erleiden.

Deutliche Argumente für diese Anlageart?

Wie überall gibt es natürlich auch hier Kehrseiten zu verzeichnen und die liegen eben darin, dass stetige Gewinne nicht zugesagt werden. Kursentwicklungen werden von zahlreichen Faktoren beeinflusst und dabei ist die Prognose dann recht schwierig durchzuführen, das geben selbst – oder gerade – Devisenexperten uneingeschränkt zu. Ein weiteres Manko ist, dass viele Fondsmanager sich eher schwer tun, die zahlreichen Faktoren dann auch wirklich zu einem Prognosemodell zu vereinbaren. Das hatte zumindest in der Vergangenheit die Folge, dass eben einige Fonds nicht wirklich ihre Erwartungen, die Anleger an sie hatten, auch wirklich erfüllt haben.

Einige Fondsmanager, die im Jahr 2008 die Carry-Trade-Strategie als Erfolgsstrategie gesetzt haben, mussten dann vor den Anlegern zugeben, dass diese Strategie nicht wirklich die Erwartungen erfüllte. Da nehmen nämlich die Investoren ihre Kredite in Staaten auf, die ein niedriges Zinsniveau haben, also Japan oder der Schweiz, und betreiben anschließend die Geldanlage in den Währungen mit hohem Zinsniveau. Das kann zum Beispiel im brasilianischen Real sein. Hier ist es dann die Zinsdifferenz in Kombination mit den Wechselkursgewinnen, die echte Profite möglich macht. Leider sind aber die Finanzmarktturbulenzen, die aktuell toben, dann auch für die Entwicklungen der Währungen verantwortlich und so kann inzwischen auch nicht mehr auf die brasilianische oder südafrikanische Währung als hochverzinst gesetzt werden.

Da sind es dann auch wieder die Nachfragen nach Rohstoffen, die einen Einbruch erlebten und so die Währungen beeinflussten, weil Ölpreise und Erzpreise richtig in die Knie gingen. Leitzinssenkungen waren die Folge und die bringen dann auch die Carry-Trades durcheinander, denn durch Leitzinssenkungen werden Währungen erheblich unter Druck gesetzt. 

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