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Ist das Zinstief jetzt erreicht?

16 Januar 2009 0 Kommentare

Die Absenkung des Leitzinssatzes durch die Europäische Zentralbank, die gestern nun beschlossen wurde und damit ein Niveau von 2,0 Prozent, bedingt durch eine Senkung von 0,5 Prozent, bringt jetzt bei Anlegern die Frage auf, ob weitere Zinssenkungen noch zu erwarten sind. Die Zinssätze sind inzwischen so tief, wie das zuletzt vor über fünf Jahren der Fall war.

Ist inzwischen das Ende der Zinssenkungen erreicht oder müssen wir und noch auf weitere Nachrichten gefasst machen von der Europäischen Zentralbank?

Der Chef der Notenbank hat eine Äußerung gemacht bei einer Pressekonferenz am Nachmittag, die darauf schließen lässt, dass weitere Zinssenkungen nicht völlig ausgeschlossen sind. Aber für den Februar ist ein turnusmäßiges Treffen vorgesehen, bei dem angeblich – nach Aussage der Spitze der Zentralbank – zumindest keine weiteren geldpolitischen Entscheidungen getroffen werden – zu denen die Zinssenkungen ja nun einmal dazugehören.

Heißt das, dass wir zunächst einmal beim Leitzinssatz von 2 Prozent verbleiben?

Eine weitere wichtige Sitzung ist für den März anberaumt und wenn man Beobachtern des Marktes Glauben schenkt, dann könnte hier schon wieder eine weitere Zinssenkung vorgenommen werden, die der Wirtschaft dann weiter unter die Arme greifen soll.

Mit der letzten Zinssenkung, die gestern dann den Zinssatz von 2 Prozent bedingt durch eine Senkung von 0,5 Prozent ergab, ist ein Zinsniveau erreicht, dass letztmalig im Jahr 2003 erreicht wurde. Und es ist auch der vierte Schritt in Richtung Zinssenkungen, der in Folge durchgeführt wurde.

Die Entscheidung für die letzte Zinssenkung wird damit begründet, dass der Inflationsdruck nachlassen soll und zudem auch weiterhin die Aussichten der Konjunktur mehr als schwach sind. Weil auch in den folgenden Quartalen mit einer deutlichen wirtschaftlichen Schwäche zu rechnen ist, die sich global abzeichnen wird, hielt man die Zinssenkung damit für unumgänglich. So wird versucht, die Inflation auf einem recht niedrigen Niveau zu halten. Erwartet werden die Teuerungen dann frühestens für die Mitte des Jahres 2009, die aber dann auf einem recht niedrigen Niveau verlaufen werden. Das sind zumindest die Informationen, die bedingt durch die gestrige Pressekonferenz aufgrund der Zinssenkung bekannt wurden.

Beim Leitzins handelt es sich um den Zinssatz, zu dem sich die Banken bei der Europäischen Zentralbank Geld ausleihen können. Und dieser Zinssatz, also die Kreditkonditionen, wurden erst im Dezember 2008 nach unten korrigiert. Eine Anhebung des Zinssatzes hatte erst im Juli des gleichen Jahres stattgefunden und die wurde damals auf 4,25 Prozent erreicht.

Und dem Euro scheint es im Moment zu Anfang des Jahres ja auch nicht mehr wirklich so gut zu gehen, wie er das Jahr 2008 abgeschlossen hat?

Die Talfahrt der europäischen Gemeinschaftswährung geht ungebremst weiter. Selbst gegenüber dem schwachen Dollar rutschte die Währung ab und so wurde schon wieder die Marke von 1,31 US-Dollar erreicht. Dann folgte zumindest eine kleine Erholung vom Abwärtstrend.

Aber ob die Versprechungen aus der Spitze der Europäischen Zentralbank, nämlich die nächste Zinssenkung frühestens im Februar anzugehen, wirklich eingehalten wird, das bezweifeln Analysten sehr stark. Begründet wird dieser Zweifel damit, dass im Dezember auch für den Januar angekündigt wurde, dass keine weiteren Senkungen für den Monat folgen werden. Das Ergebnis dieser Aussagen haben wir gestern alle erfahren.

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