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Der Rausch der Insider-Aktie verweht so langsam

24 Dezember 2008 0 Kommentare

Vom Kaufrausch kann keine rede mehr sein – aber die Stimmung insgesamt hält sich. Die Top-Manager zeigen sich insgesamt zwar zurückhaltender beim Kauf von Aktien des eigenen Unternehmens als dies in der Vergangenheit der Fall war. Aber für Experten heißt das nicht, dass die Alarmzeichen leuchten. Sie sehen einfach die saisonalen Effekte dafür verantwortlich, dass die Käufe hier ein wenig abflauen. Echte interessante Orders sind übrigens bei Allianz und Siemens zu beobachten.

Zu beobachten war am Markt, dass die Top-Manager der Unternehmen sich in der Zeit zwischen dem zweiten und dem vierten Advent deutlich zurückhaltender beim Kauf der Aktien aus dem eigenen Hause zeigten. Das hatte wohl nicht nur mit der Sparsamkeit zu tun, um Weihnachtseinkäufe für die Familie zu tätigen. Die Order gingen im Vergleich zu den vergangenen Wochen deutlich zurück. Dabei war aber auch zu bemerken, dass bei einer Umschichtung des Depots im Regelfall Aktien gekauft wurden und die Verkäufe in den seltensten Fällen getätigt wurden.

Insgesamt konnten von der Börsenaufsicht BaFin bzw. deren Datenbank dann 89 Käufe aus diesen Reihen verzeichnet werden – also sogenannte Insider-Transaktionen, die dann von Firmenangehörigen, Aufsichtsräten oder Vorständen, die hier gemeldet werden müssen. In den Wochen vor dem zweiten Advent war die Zahl dieser Käufe fast doppelt so hoch. Und noch etwas wurde festgestellt, nämlich, dass die Verkaufsseite eine absolute Ebbe anzeigte. In diesem Zeitraum seit dem zweiten Advent haben nur drei Top-Manager sich von Aktien durch einen Verkauf getrennt.

Fachleute, die diese Marktbewegungen genau beobachten und analysieren, gehen allerdings von saisonalen Effekten aus, die für das starke Abflauen der Käufe verantwortlich sind. Eine Trendwende wird hier nicht vermutet. Und so scheint es dann, dass auch Top-Manager vor Weihnachten mit wichtigeren Dingen beschäftigt sind, als sich mit ihren Aktien bzw. deren Käufen und Verkäufen zu beschäftigen. In Zusammenarbeit mit der Commerzbank Private Banking wird ein Insider-Barometer geführt, das dann wiederum im Rhythmus von zwei Wochen Hochrechnungen erstellt. Und dieses Barometer hat einen Wert von 205 Punkten ermittelt, der nahe an einem Rekordhoch liegt. Schon ab einem Wert von 110 Punkten wird ein generelles Kaufsignal für den Aktienmarkt ausgegeben.

Dabei wird steht davon ausgegangen, dass die Top-Manager, die zum Beispiel im Vorstand oder dem Aufsichtsrat sitzen, einfach den tieferen und fachlich genaueren Einblick in die Entwicklungen ihres Unternehmens haben, als dies für außenstehende Aktionäre der Fall ist und daher aufgrund dieses Wissens bei Käufen und Verkäufen natürlich interessante Fakten liefern.

Und diese Unternehmensinsider zeigen durch ihre anhaltend positiv verlaufende Kaufneigung eine ganz andere Meinung zur Marktentwicklung, als das von Volkswirten, Analysten und Anlageberatern derzeit betrachtet wird. Manager kaufen weltweit in Scharen – und das, obwohl im gesamten Umfeld von Fachleuten hinsichtlich des Aktienengagements stark abgeraten wird.

Die freundlich gesonnenen Märkte ändern daran auch in den vergangenen Tagen nichts. Eine Fortsetzung der Kurserholung wird von Experten nicht als das Ende des insgesamt bärenstarken Marktes gesehen.

Wichtige Vertreter für diese Gegenposition waren die Vorstände von Allianz. Hier wurden in den letzten zwei Wochen Werte von einer Höhe von mehr als 2,3 Millionen Euro gekauft, wobei hier die Preise rapide stiegen und der Kauf zunächst 65 Euro pro Aktie kostete – drei Tage später mussten für die gleiche Aktie schon 73 Euro berappt werden.

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