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Ausblick: Was bewegt den Forex Markt im Neuen Jahr

31 Dezember 2013 0 Kommentare

Das Jahr 2014 verspricht (oder droht?) ein ereignisreiches Neues Jahr zu werden. Die Euro-Krise dürfte sich unvermindert fortsetzen und viele der hoffnungsvollen Prognosen noch vor dem Frühjahr verstummen. In den USA könnte es dagegen aufwärts gehen, den Schwellenländern hingegen könnten turbulente Zeiten bevorstehen.

Der Aufschwung kommt – so lauten beinahe unisono die Prognosen europäischer Regierungen und Wirtschaftsforschungsinstitute. Griechenland kündigte zum Start seiner turnusmäßigen, halbjährigen EU-Ratspräsidentschaft vollmundig den geplanten Ausstieg aus den Hilfsprogrammen an. Die deutsche Wirtschaft soll 2014 um fast 2,00 Prozent wachsen und im Süden Europas der konjunkturelle Turnaround wenn schon noch nicht vollzogen dann zumindest sichtbar werden.

Die Prognosen sind zu optimistisch

Vieles deutet darauf hin dass die Prognosen zu optimistisch sind. Vor allem die Politik steht im Verdacht, im Angesicht der im Frühjahr anstehenden Europawahlen die Lage zu beschönigen: Auf bis zu 30 Prozent wird das Stimmenpotenzial von Parteien mit EU- und/oder Euro-kritischer Grundhaltung geschätzt.

Seit Monaten werden optimistische Konjunkturprognosen veröffentlicht. Ein Blick auf Deutschland zeigt, wie stark diese schließlich daneben zielen könnten. So wird medial immer wieder der „starke Binnenkonsum“ bejubelt – dabei verlaufen die Einzelhandelsumsätze weiterhin flach wie ein Brett. Die Reallöhne waren zuletzt leicht rückläufig.

Auch ist die Lage des deutschen Staatshaushaltes nicht so komfortabel wie gern behauptet: In den ersten neun Monaten des Jahres stieg das Defizit trotz steigender Steuereinnahmen an. Die Versprechungen der großen Koalition dürften die Ausgaben selbst bei der zu erwartenden zögerlichen und partiellen Umsetzung tendenziell weiter in die Höhe treiben.

Forex Analysten befürchten das Krisenjahr der Schwellenländer

Der Export allein wird die deutsche Konjunktur – deren rholung infolge der Verschiebungen der letzten Jahre für die Eurozone wichtiger ist denn je – nicht anschieben können. Selbst wenn es zu einer höheren Nachfrage nach deutschen Produkten aus der Eurozone kommen sollte, müsste zunächst der absehbare Rückgang der Aufträge aus Übersee und hier besonders den Schwellenländern ausgeglichen werden.

Der EU-Kommission könnten die Schwellenländer dennoch Freude bereiten: Europa könnte aus dem Blickpunkt des Interesses ein Stück weit weichen, weil sich der Krisenschwerpunkt des Jahres auf die Schwellenländer verlagern wird. Im Sommer gab es den ersten Warnschuss, der sich längst nicht mehr nur am Forex Markt sondern auch in der Realwirtschaft bemerkbar macht: Als die US-Notenbank ein vorsichtiges Ende ihrer ultralockeren Geldpolitik in Aussicht stellte sackten die Kurse der Währungen und Staatsanleihen in den Emerging Markets in sich zusammen. Die Schwellenländer können ihren weitgehend kreditfinanzierten Aufschwung nicht mehr fortsetzen und rutschen womöglich in eine hartnäckige Rezession.

Damals ruderte die Fed zunächst zurück. Doch der Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes wird 2014 mit großer Wahrscheinlichkeit kommen und die Probleme erneut und verschärft auf den Plan rufen. Sollte sich der Aufschwung in den USA parallel zur Euro-Krise fortsetzen endet möglicherweise auch die Zeit des starken Euro-Außenwertes.

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