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Forex Broker: Was gute STP Broker ausmacht

10 Februar 2013 0 Kommentare

Forex Broker mit einem STP-Marktmodell sind Market Makern grundsätzlich vorzuziehen. Zwischen STP-Brokern gibt es allerdings gravierende Unterschiede: Manche Broker leiten nicht alle Orders an den Liquiditätspool weiter. Andere kooperieren mit einem „Pool“ der aus lediglich einer Bank besteht.

STP steht für „Straight Through Processing“: Broker mit diesem Marktmodell leiten die Orders ihrer Kunden an Liquidity Provider durch. Die Broker generieren ihren Deckungsbeitrag entweder durch Kommissionen oder einen Mark-Up auf die Spreads. Im Vergleich zu Market Makern bietet das Modell mehrere Vorteile. Der wichtigste: Anders als MM sehen sich STP Broker keinem latenten Interessenskonflikt ausgesetzt. Zudem sind die effektiven Konditionen im Handel häufig besser: Die Banken im Liquiditätspool konkurrieren im besten Fall um die Orders der Kunden und stellen faire Kurse.

Hybrid zwischen STP und Market Maker

Doch längst nicht überall, wo STP draufsteht, ist auch STP drin. Jeder STP Broker schließt mit Banken Verträge über die Bereitstellung von Liquidität ab. Wie genau diese ausgestaltet sind, ist für Außenstehende nicht zu erkennen. Die Verträge können durchaus vorsehen, dass Liquidität nur für Orders ab einer bestimmten Größe (zum Beispiel 1,00 Lot/100.000 Einheiten der Basiswährung) gestellt wird.

Die meisten Trader erwarten jedoch Mini- oder sogar Micro-Lots. Trägt ein STP Broker diesem Anliegen Rechnung, verwässert das Marktmodell häufig partiell: Während größere Orders direkt an den Liquiditätspool weitergeleitet werden, übernimmt der Broker kleinere Positionen im Stile eines Market Makers selbst, indem er die Gegenposition eröffnet. An den Liquiditätspool werden dann lediglich größere Nettopositionen in einem Währungspaar weitergeleitet, wie es auch bei klassischen MM der Fall ist.

Forex STP Broker und der Liquiditätspool

Ein weiterer Schwachpunkt kann der Liquiditätspool sein. Auch hier üben sich viele Broker in Verschwiegenheit: Kunden erfahren oft nicht, von wem die Liquidität stammt und wie viele Banken überhaupt im Pool aktiv sind. Einzelne Anbieter am Markt bezeichnen sich als Forex STP Broker, verfügen aber über lediglich einen Liquiditätsanbieter. Liegt einer solchen Konstellation ein „Exklusivvertrag“ zwischen Broker und Bank zugrunde, wird das STP-Prinzip ad absurdum geführt: Der Liquiditätsprovider steht dann in der Rolle des Market Makers, der Broker füllt lediglich die Rolle eines Vermittlers.

Tipp: Kann ein Broker ein für alle Beteiligten vertretbares Marktmodell anbieten, stellt er in der Regel auch ausführliche und offene Informationen darüber bereit. Grund zur Skepsis ist angebracht, wenn die Strukturen hinter der Oberfläche gar nicht oder nur in nebulöser Art und Weise offengelegt werden.

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