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Forex Broker in Zypern: Was wird aus den Kundengeldern?

30 März 2013 0 Kommentare

Kunden von Forex Brokern auf Zypern bangen um ihr Geld. Vom konkreten Einzelfall hängt ab, wer betroffen ist und wie groß der Schaden ausfällt. In Zukunft werden Trader auf die regulatorischen Rahmenbedingungen wieder größeren Wert legen müssen – auch Forex Broker in Deutschland wittern ihre Chance.

Noch immer ist nicht abschließend geklärt, wie hoch die Abgabe auf Bankguthaben in Zypern ausfallen wird. Ein auf Zypern regulierter FX-Broker verwahrt das Geld seiner Kunden nicht notwendigerweise auch bei einer zypriotischen Bank. Viele Broker verfügen nicht über eine Vollbanklizenz und legen das Geld ihrer Kunden bei Banken an. Diese Banken können, müssen aber nicht auf Zypern ansässig sein. Markets.com – einer der Broker der auf dem zyprischen Markt bedeutenden Safecap Investments Limited- teilt auf seiner Homepage bereits mit, dass 98 Prozent der Kundengelder bei Kreditinstituten in Deutschland, Großbritannien und in der Schweiz angelegt seien. Diese Gelder sind von der Konfiszierung nicht betroffen.

Nicht jeder Forex Broker besitzt eine Vollbanklizenz

Verwahrt ein zypriotischer Broker die ihm anvertrauten Gelder bei einer zypriotischen Bank, greift die Abgabe. Wie hoch der Schaden letztlich ausfällt, dürfte aber auch hier von Details abhängen. Führt der Broker bei der kontoführenden Bank lediglich ein Konto, ist mit einem großen Schaden zu rechnen, da nach aktuellem Stand Guthaben größer 100.000 Euro von der Enteignung betroffen sein werden. Deutlich kleinere Verluste sind zu befürchten, wenn die Kundengelder auf segregierten Einzelkonten verwahrt werden. In diesem Fall sollte jedes einzelne Kundenkonto technisch so behandelt werden wie ein reguläres Konto des Kunden bei der Bank.

Trotz der Euro-Krise spielte das regulatorische Umfeld für die meisten Trader beim Brokervergleich bis zur Zypern-Pleite nur eine untergeordnete Rolle. Die in Zypern ansässigen Broker ließen sich von laxen Rahmenbedingungen und steuerlichen Anreizen locken, blieben bislang aber überwiegend den Beweis dafür schuldig, dass auch ihre Kunden von dem (bis vor Kurzem so wahrgenommenen) Standortvorteil profitieren. Ab sofort gelten beim Forex Brokervergleich neue Regeln: Verlässliche aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen und der Anschluss an eine belastbare Einlagensicherung sollten notwendige Bedingung für die Kontoeröffnung für all jene sein, die nicht nur mit Bagatellbeträgen zocken, sondern seriös traden möchten.

Forex Brokervergleich und Regulierung

Als Faustregel könnte fortan gelten, dass Broker an einem etablierten Finanzstandort mit ihrem Hauptsitz oder einer Tochtergesellschaft (keinesfalls nur mit einer Zweigniederlassung) ansässig sein sollten. Neben Deutschland kommen insbesondere Großbritannien und die Schweiz als Standort in Betracht. Das Argument, dass in allen EU-Mitgliedstaaten das Rahmenwerk der Finanzmarktrichtlinie MiFID gelte, ist seit der Zypern-Pleite hinfällig.

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