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Goldpreis unter Manipulationsverdacht: Ist das im Forex Handel auch möglich?

14 März 2013 0 Kommentare

Der Goldpreis wurde möglicherweise manipuliert. Die amerikanische CFTC untersucht das seit hundert Jahren existierende Londoner Gold-Fixing auf mögliche Unregelmäßigkeiten. Der Libor-Skandal ist Anlegern noch im Bewusstsein. Grund genug einen vorsorglichen Blick auf die Kurse im FX-Handel zu werfen: Könnten auch diese manipuliert worden sein?

Zunächst ist ein Blick auf die Motivationslage bei Banken erforderlich, die Zinsindizes wie den Libor oder den Goldpreis manipulieren könnten. Die Manipulation macht aus Sicht der involvierten Parteien Sinn, wenn sie zu höheren Erträgen führt. Bei Libor und Londoner Gold-Fixing kann das der Fall sein. Die durch die Meldungen einer überschaubaren Anzahl von Banken ermittelten Kurse dienen als Grundlage für viele Verträge (Kredit- und Anlagezinsen) sowie den Verlauf von derivativen Finanzinstrumenten. Das ist beim FX-Handel über außerbörsliche Plattformen nicht der Fall.

Forex Broker und Marktmodelle

Wenn Trader eine Übervorteilung durch ihren Broker fürchten müssen, dann vor allem in Gestalt zu weiter Spreads sowie durch Kursstellungen, die die individuelle Positionierung einzelner Anleger gezielt berücksichtigen, um daraus Kapital zu schlagen (zum Beispiel Stop Phishing). Darüber hinaus – und das ist der zentrale Punkt – muss es sich für den Broker auszahlen, seine Kunden zu übervorteilen. Trader sollten deshalb das Geschäftsmodell ihres Brokers kritisch hinterfragen.

Für einen „echten“ Forex Broker spielt es keine Rolle, zu welchen Kursen gehandelt wird. Er verdient sein Geld durch die Transaktionen an sich und erhebt sie in Form von Kommissionen oder eines Aufschlags auf den Spread, der durch den angebundenen Liquiditätspool erhoben wird. Grundlegend anders gestaltet sich dies bei Market Makern, die sich zwar stets als Broker bezeichnen, strenggenommen aber keine sind. Ein Market Maker leitet Orders seiner Kunden nicht an einen Marktplatz oder Liquiditätspool durch, sondern begibt sich selbst in die Position des Kontrahenten. Daraus erwächst naturgemäß ein potenzieller Interessenskonflikt, weil die Gegenbuchung zu Verlusten eines Kunden auf dem Gewinnkonto des MM erfolgt.

Marktmodell lässt sich nicht immer einwandfrei identifizieren

Welches Marktmodell hinter der Handelsoberfläche arbeitet, lässt sich nicht immer genau exakt erkennen. MM werben häufig mit fixen Spreads und praktisch immer mit kommissionsfreiem Handel. Doch auch wenn sich ein Broker als STP-Broker bezeichnet, können Orders unterhalb einer (den Kunden nicht zwingend bekannten) Größe hausintern abgewickelt werden. Maßgeblich dafür sind die vertraglichen Vereinbarungen zwischen dem Broker und seinen Liquiditätsanbietern, die für Trader nicht einsehbar sind.

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