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Forex: Ausblick 2013 – Konjunktur, Zinsen, Kurse

31 Dezember 2012 0 Kommentare

Was bringt das Jahr 2013 an den globalen Kapitalmärkten? Welche Trends sind im Forex Handel, am Aktienmarkt und an den Bondmärlten zu erwarten? Wie entwickeln sich Weltkonjunktur und Euro-Krise? Die FAZ hat zum Jahreswechsel den Deutsche Bank-Chefvolkswirt Thomas Mayer interviewt.

Mayer rechnet mit einem schwachen globalen Konjunkturumfeld: Das weltweite Wachstum setzt der Ökonom mit 3,00 Prozent an. Europa prophezeit Mayer einen Rückgang der Produktion um 0,30 Prozent. Den USA traut er eine Zunahme des BIP um 2,00 zu. Er verweist auf große Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Fiskalstreit in den USA. Sollten sich Demokraten und Republikaner nicht einigen können und es zum sinnbildlichen „Sturz über die Fiskalklippe“ kommen, hält Mayer einen Rückgang der Produktion in Europa um 1,30 und eine Stagnation in den USA für möglich.

Nicht nur am Forex Markt: Wie lange hält der „Draghi-Effekt“ noch an?

Der Ökonom lobte indirekt die EZB und ihren Präsidenten Mario Draghi. Dieser habe einen „finanziellen Herzinfarkt in Europa“ ausgeschlossen, indem er notfalls unbegrenzte Anleihekäufe durch die Notenpresse angekündigt hatte. Laut Mayer halten die Märkte es aufgrund dieser Ankündigung zunächst für unwahrscheinlich, dass ein großes Land der Eurozone zahlungsunfähig wird.

Bei einer bloßen Ankündigung wird es dem Chefvolkswirt nach aber nicht bleiben: „Normalerweise werden die Märkte früher oder später die Karten sehen wollen, die man auf der Hand hat. Und deshalb denke ich, dass die EZB gezwungen sein wird, zu zeigen, dass das Anleihekaufprogramm existiert – und nicht nur eine virtuelle Angelegenheit ist.“ Mögliche Anlässe für einen Test der EZB sieht Mayer im zeitlichen Umfeld der Wahlen in Italien sowie in denkbaren schlechten Nachrichten aus Spanien.

Mayer widerspricht Auffassungen auf politischer Ebene und aus dem Umfeld der EZB, denen zufolge in der Euro-Krise das Schlimmste bereits überstanden sei: „Der Euro hat zwar keinen Herzinfarkt erlitten, aber er ist von einem langwierigen Krebsleiden erfasst worden. Es sind 2012 zwar einige Fortschritte gemacht worden – in Irland, auch in Spanien und Italien. Aber das ist nicht genug, um die Eurozone auf eine stabile Grundlage zu stellen“. Der Ökonom plädiert für Reformen ähnlich der Agenda 2010 in Deutschland, konstatiert auf politischer Ebene aber zu viel Zurückhaltung in dieser Richtung.

Kritik an mangelndem Reformwillen in Italien und Spanien

So habe die Politik die Probleme im spanischen Bankensektor mit Verspätung in Angriff genommen und darüber hinaus im Zuge der umgesetzten Maßnahmen nicht genügend Kapital eingesetzt. In Italien sei das Reformprogramm nach einem vielversprechenden Start einfach abgebrochen worden. Mayer glaubt für die Zeit nach den Wahlen nicht an einen Austritt Italiens aus der Währungsunion bzw. hält ein solches Szenario für sehr unwahrscheinlich. Er fürchtet allerdings, dass nach den Wahlen eine Regierungskonstellation zustande kommt, der die für durchgreifende Reformen notwendige Stärke fehlt.

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