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Forex: EUR/USD korrigiert – Märkte glauben nicht an ESM-Hebel

24 September 2012 0 Kommentare

Der Euro hat zum Wochenauftakt im Forex Handel leicht nachgegeben. Am Montag notierte die Gemeinschaftswährung in einem insgesamt schwachen Finanzmarktumfeld bei 1,2914 und damit rund 0,50 Prozent niedriger als am Vortag. Am Wochenende war bekannt geworden, dass die Politik des ESM mit einem Hebel auf 2.000 Mrd. Euro aufstocken will. Forex Analysten halten dieses Vorhaben für wenig glaubwürdig.

In den vergangenen Wochen galt stets die Formel: Mehr Geld für die Euro-Rettung gleich höhere Kurse an den Aktienmärkten und Aufwertung des Euros. Vor diesem Hintergrund hätte die am Sonntag vom Nachrichtenmagazin „Spiegel“ verbreitete Nachricht über eine geplante Hebelung des Rettungsschirms auf 2000 Mrd. Euro eigentlich für weiter steigende Kurse sorgen müssen. Das tat sie aber zumindest am ersten Handelstag der Woche nicht.

Forex Analysten zweifeln an ESM-Hebel

Der Plan zur Hebelung des ESM sieht offenbar vor, private Investoren an dem Rettungsschirm zu beteiligen. Das Kreditvolumen in Höhe von 500 Mrd. Euro soll dabei den besonders riskanten Anteil von Engagements in Anleihen von Euro-Krisenstaaten abdecken. Vorbild dieser Konstruktion soll die EFSF sein. Der erste Rettungsfonds sollte zeitweise ebenfalls mit Geldern von privaten Investoren erweitert werden. Wirklich gelungen ist dies mangels Nachfrage durch Anleger nicht. Forex Analysten bezweifeln deshalb, dass die Hebelung des ESM in dieser Form gelingen wird. Einen Verstoß gegen die vom Bundesverfassungsgericht ( bis zu neuen Beschlüssen durch den Bundestag) festgelegte Obergrenze für die deutsche Haftung im Umfang von 190 Mrd. Euro müsste die Aufstockung nicht zwingend bedeuten. Je nach genauer Bauart der Konstruktion würde es stattdessen auf eine deutlich erhöhte Eintrittswahrscheinlichkeit eines Verlustes hinauslaufen.

Forex: Konjunkturaussichten belasten

Auch aus Griechenland kamen am Wochenende neue Fakten. Das Haushaltsdefizit der Hellenen für die kommenden Jahre liegt mit 20 Mrd. Euro offenbar fast doppelt so hoch wie bislang bekannt. Die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Schuldenschnitts in der nächsten Zeit ist damit gestiegen. Wirklich überrascht zeigten sich die Marktteilnehmer über die News nicht. Forex Analysten verwiesen in dem Zusammenhang darauf, dass die vollständige Pleite Griechenlands längst eskomptiert sei und dass selbst ein Austritt des Landes aus der Währungsunion keine unmittelbaren, drastischen Folgen auf die Märkte haben müsste.

Die Euro-Krise scheint allerdings immer deutlichere Spuren in der konjunkturellen Entwicklung zu hinterlassen. Der ifo-Index – der wichtigste Frühindikator für die deutsche Konjunktur – sank im September bereits den fünften Monat in Folge. Volkswirte halten es für möglich, dass die deutsche Wirtschaft sowohl im dritten als auch im vierten Quartal schrumpft. Dann wäre die technische Bedingung einer Rezession erfüllt.

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