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Forex: Draghi treibt EUR/USD über 1,27 – Warten auf Karlsruhe

10 September 2012 0 Kommentare

Die angekündigte Intervention der EZB am Bondmarkt hat die Finanzmärkte in regelrechte Euphorie versetzt, die zum Wochenauftakt allerdings zunächst abzuflauen schien. Der Euro notierte am Montag knapp unter der Marke von 1,18 USD und hat damit seit der Bekanntgabe von Mario Draghi fast vier Cent an Wert gewonnen. Am Mittwoch steht die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum ESM an.

Die Währungshüter um EZB-Präsident Mario Draghi hatten am Donnerstag angekündigt. Anleihen von Euro-Krisenstaaten in potenziell unbegrenztem Umfang zu kaufen. Das Programm bezieht sich auf Anleihen mit bis zu drei Jahren Laufzeit und soll „sterilisiert“ werden, indem sich die EZB Geld von Geschäftsbanken leiht und es damit aus dem Finanzsystem abzieht. Die Notenbank sieht sich damit auf dem Boden ihres Mandats. Es hagelte heftige Kritik an dem Vorhaben -allerdings von den Finanzmärkten, die durchweg positiv auf das Vorhaben reagierten. Die Kurse spanischer und italienischer Staatsanleihen gaben nach, die Aktienmärkte zogen deutlich an und der Euro wertete am Forex Markt auf.

Anleihekäufe nur mit ESM

Die EZB will Staatsanleihen nur von Staaten kaufen, die zuvor Hilfen aus einem Euro-Rettungsschirm beantragt haben. Der EFSF und der ESM sollen den Staaten direkt Kredit gewähren. Die Notenbank will in einem zweiten Schritt dann am Sekundärmarkt intervenieren. Da die Mittel des EFSF mittlerweile weitgehend aufgebraucht sind, ist die erfolgreiche Installation des ESM Bedingung für die Wirksamkeit der EZB-Intervention.

Am Mittwoch entscheidet das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe über Eilanträge gegen den ESM. Die überwiegende Mehrheit der Forex Analysten rechnet damit, dass die Richter den Rettungsschirm zumindest im Grundsatz durchwinken werden. Denkbar sind nach Ansicht von Ökonomen Einschränkungen, wie zum Beispiel eine völkerrechtlich bindende Beschränkung der deutschen Haftung auf 190 Mrd. Euro.

Forex Analysten: Inflationsrisiken sind weit weg

Die Märkte interessieren sich – wie schon häufiger in den zurückliegenden Krisenjahren – nur begrenzt für die langfristigen Risiken und Problemstellungen, die aus einer EZB-Intervention zugunsten finanzschwacher Euro-Staaten resultieren können. Forex Analysten verweisen darauf, dass mögliche Inflationsrisiken erst in einigen Jahren relevant sein werden, während mehr oder minder konkrete Eskalationsrisiken durch die Intervention zunächst deutlich reduziert werden.

In den kommenden Wochen dürften am Forex Markt auch die anstehenden Wahlen in den USA eine größere Rolle spielen. Insbesondere wird damit gerechnet, dass die US-Notenbank Federal Reserve weitere geldpolitische Lockerungen relativ rasch beschließen wird, um nicht in den Verdacht der Wahlkampfhilfe zu geraten. Die Konjunktur in den USA entwickelt sich weiter schleppend, weshalb weitere QE-Maßnahmen im Konsens erwartet werden. Schwache Konjunkturdaten kamen zuletzt auch aus der Eurozone und aus China.

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