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Forex: Karlsruher Entschleunigung lässt Märkte kalt

17 Juli 2012 0 Kommentare

Der Forex Markt hat nicht mit steigender Volatilität auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts reagiert, die Entscheidung über die Eilanträge gegen den ESM und den Fiskalpakt erst am 12. September zu verkünden. Ganz im Gegenteil: Der Euro konnte gegenüber dem Dollar etwas zulegen und auch die Aktien- und Rentenmärkte zeigten keinerlei Anzeichen einer erhöhten Nervosität.
Am Dienstagnachmittag notierte der Euro nahe der Marke von 1,22 US-Dollar und entfernte sich damit wieder von seinem Jahrestief knapp über 1,2160. Der Deutsche Aktienindex (DAX) notierte etwas fester und knapp unter der charttechnisch wichtigen Marke von 6600 Punkten. Eine Woche nach der mündlichen Verhandlung über ESM und Fiskalpakt ließen sich rückblickend weder am Devisenmarkt noch am Aktienmarkt Anzeichen für eine Interpretation des Aufschubs als drohende Eskalation bemerken.
Forex Analysten: Wirkung von ESM wird überschätzt
Wie die Abstinenz von Panik zu interpretieren sei, wurde unter den Marktteilnehmern unterschiedlich diskutiert. Viele Volkswirte vertreten die Auffassung, dass die Märkte ein weitgehendes Durchwinken der Rettungskonzepte in Karlsruhe erwarten. Nicht wenige Ökonomen halten den ESM in seiner Wirkung auf die Märkte für überschätzt. Sie sehen die einzige mögliche Lösung der Währungskrise in Reformen in den Krisenländern selbst.
Bemerkenswert: Nachdem Italiens Ministerpräsident Mario Monti die Inanspruchnahme des ESM durch Italien indirekt für möglich erklärt (und damit wahrscheinlicher gemacht) hatte, kam es nicht zu größeren Reaktionen. Offenbar ist eine Ausweitung der Krise auf Italien auch mit diesen Konsequenzen bereits eingepreist. Öffentliche Spekulationen über einen Austritts Griechenlands aus der Eurozone führen schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu Kursbewegungen.

Weitere Leitzinssenkung durch die EZB?


Spekulationen über eine weitere Leitzinssenkung durch die EZB sind in den kommenden Wochen unvermeidlich. Die Inflationsraten in der Eurozone sind rückläufig. In Deutschland fiel die amtliche Teuerungsrate im Juni auf 1,70 Prozent und damit den tiefsten Stand seit Ende 2010. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Preise sogar leicht um 0,1 Prozent zurück. Vor allem sinkende Preise für Energie tragen zu der Entwicklung bei, die bei der EZB rasch als zusätzliches Potenzial für eine weitere geldpolitische Lockerung interpretiert werden dürften.
Insgesamt befindet sich der EUR/USD-Wechselkurs weiterhin in einem Abwärtstrend, der sich allerdings zunehmend den Geschehnissen auf (geld-)politischer Ebene zu entziehen scheint. Im Bereich von 1,18 bis 1,20 finden sich starke, langfristige Unterstützungen. Die spannendste Frage in den nächsten Wochen wird sein, ob diese Niveaus getestet werden.

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