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Forex: Ökonomen fordern weiteren Zinsschritt von der EZB

2 April 2012 0 Kommentare

Am Forex Markt könnten in der anstehenden Handelswoche Gerüchte um eine mögliche Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) wieder an Bedeutung gewinnen. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, fordern  Ökonomen von der EZB eine weitere Zinssenkung. Das Blatt beruft sich auf den EZB Schattenrat, der erstmals im Jahr 2002 auf Initiative des Handelsblatts selbst zusammengetreten war. Elf der 15 Mitglieder des EZB Schattenrats befürworten eine Zinssenkung.

Ein Kernproblem ist nach Ansicht der Experten die zunehmend inhomogene konjunkturelle Entwicklung innerhalb der Eurozone. „Die Unterschiede werden anhalten und  größer werden. Sie stellen die Funktionsfähigkeit der Währungsunion in Frage“, zitiert das Handelsblatt Julian Callow, Europa-Chefvolkswirt von Barclays Capital.

Forex Analyst: Euro-Peripherie droht Abwärtsspirale

Die Konjunktur innerhalb der Eurozone entwickelt sich sehr unterschiedlich. Vor allem die südeuropäischen Volkswirtschaften leiden unter einer hartnäckigen Rezession. Spanien, Portugal, Griechenland und Italien sind gebeutelt von einer rückläufigen Wirtschaftsleistung, der neue Löcher im angespannten Etat folgen, auf die dann wiederum mit zusätzlichen Einsparungen reagiert werden muss. Unlängst musste Spanien eingestehen, dass die ursprünglich vereinbarten Defizitziele für 2012 deutlich verfehlt werden.

In den letzten Wochen waren die Sorgen an den Märkten im Hinblick auf eine mögliche Eskalation der Euro Schuldenkrise abgeebbt. Forex Analysten führten dies in weiten Teilen auf die beispiellosen geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück, die die Geschäftsbanken mit riesigen Summen langfristiger Liquidität versorgt und die Anforderungen an Sicherheiten für Zentralbankkredite deutlich gelockert hatte.

Kehrt die Angst an den Devisenmarkt zurück?

Die Sorgen vor einer Eskalation könnten wieder zunehmen. José Alzola vom Beratungsunternehmen Observatory Group wird im Handelsblatt zitiert: „Es besteht die ernste Gefahr, dass weitere Randländer in eine Abwärtsspirale geraten wie Griechenland und irgendwann ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen können“. Der EZB Schattenrat fordert deshalb auch weiterhin Unterstützung von der EZB. Die Europa Chefvolkswirtin von Morgan Stanley, Elga Bartsch, sieht die Zentralbank in der Pflicht: „Es ist wichtig, dass die EZB mit ihrer Zinspolitik die Konjunktur so weit wie möglich stützt“.

Die Renditen italienischer und spanischer Staatsanleihen waren in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen. Schon kurz nach dem Jahreswechsel hatte sich eine deutliche Entspannung angedeutet. Auf politischer Ebene wurde eine weitgehende Einigung darüber erzielt, dass die Rettungsschirme für den Euro durch verschiedene Maßnahmen im Volumen auf 800 Milliarden Euro aufgestockt werden sollen. Dies wird insbesondere durch eine parallele Nutzung des ESM und des EFSF erreicht.

 

 

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