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Forex: EUR/USD zum Jahreswechsel auf 16-Monats-Tief

30 Dezember 2011 0 Kommentare

Der Euro hat am Forex Markt am zweitletzten Handelstag des Jahres deutlich nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung rutschte zwischenzeitlich auf 1,2858 US-Dollar und markierte damit den tiefsten Stand seit September 2010. Forex Analysten nannten als Hauptgrund die Sorge vor einer Eskalation der Euro-Schuldenkrise.
Das Tagestief wurde kurz nach zwei italienischen Anleiheauktionen erreicht. Italien konnte mit 7,0 Mrd. Euro weniger Geld einnehmen als erhofft. Zudem gaben die Renditen weniger stark nach als erwartet. Am Vortag war eine Auktion von kurzfristigen Anleihen überraschend positiv verlaufen.
Händler verwiesen darauf, dass auch die niedrigen Umsätze in der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester schuld an dem Kursrückgang sein könnten. Zudem hätten US-Unternehmen kurz vor der Jahreswechsel noch Absicherungsgeschäfte gegen eine Euro-Abwertung abgeschlossen.
Euro in Yen so billig wie seit zehn Jahren nicht
Der Euro verliert allerdings nicht nur gegen den Greenback, sondern auch gegen andere wichtige Währungen. Für einen Euro wurden am Donnerstag im Forex Handel 100,60 Yen bezahlt. Das ist der niedrigste Stand seit zehn Jahren.
Eine fortgesetzte  Abwertung des Euros gegenüber einem breiten Korb anderer Währungen könnte der Wirtschaft in der Eurozone im kommenden Jahr zugute kommen. Bislang ist die Abwertung allerdings nicht stark genug, um nennenswerte Effekte auf den Außenhandel ausüben zu können. Zudem dauert es rund sechs Monate nach einer Abwertung, bis die Exporte zulegen. Zuvor kann sich die Handelsbilanz des abgewerteten Währungsraumes sogar verschlechtern, wenn die Importe schneller teurer werden als die Exporte anziehen.
Italien bleibt das größte Sorgenkind des Devisenmarktes. Im Handelsverlauf stiegen die Renditen zehnjähriger italienischer Staatsanleihen wieder nahe an die kritische Marke von 7,00 Prozent. Auf diesem Niveau mussten andere Euro-Staaten gerettet werden. der neue italienische Ministerpräsident Mario Monti hatte kurz nach den Anleiheauktionen angekündigt, dass es über die bereits beschlossenen Sparmaßnahmen hinaus keine weiteren Einschnitte in den Haushalt geben werde.
Chefvolkswirt sieht Euro in den Händen Italiens
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, hatte am vergangenen Wochenende in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Einschätzung geäußert, dass die Zukunft des Euro an Italien hänge. Nur wenn es der Regierung Monti gelinge, bis zu den Wahlen im Frühjahr 2013 glaubhaft darzulegen, die die Kombination aus Wachstumsförderung und Haushaltssanierung kurzfristig gelingen kann, könne der Euro in seiner jetzigen Form bestehen bleiben.
Aller Voraussicht nach wird die Euro-Schuldenkrise den Devisenmarkt und alle Akteure und Beobachter an den Finanzmärkten auch im kommenden Jahr begleiten.

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