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Forex Studie: Euro-Kollaps wie Meteoriteneinschlag

20 Dezember 2011 0 Kommentare

Forex Analyst und Sarasin-Chefvolkswirt Jan Poser hat in einer Kurzstudie die Auswirkungen eines Auseinanderbrechens des Euroraums skizziert. Sein Ergebnis: Ein Kollaps der Gemeinschaftswährung hätte fatale Folgen. Über die Studie berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Poser vergleicht das Ende der Eurozone mit einem Meteoriteneinschlag. Damit ist nicht gemeint, dass ein Ende der Währungsunion zwangsläufig verheerende Auswirkungen auf die Menschheit nach sich ziehen muss. Poser will mit dem Denkansatz vielmehr unterstreichen, dass ein Kollaps der Eurozone seiner Ansicht ein eher unwahrscheinliches Szenario ist. Zudem hingen die Konsequenzen von der „Einflugschneise“ des Meteoriten, übertragen somit vom genauen Ablauf eines Euro-Bruchs.

Forex Analyst hält Euro-Kollaps für unwahrscheinlich

Poser geht davon aus, dass der Austritt eines Euro-Mitglieds erst nach längerer Vorlaufzeit und eine aktive Entscheidung des Euro-Mitglieds möglich ist. Allein die die Ankündigung eines solchen Schritts würde aber bereits das Finanzsystem des betroffenen Landes „auslöschen“.   Er sieht einen Bank Run auf die Banken des Austrittslandes zukommen, weil Sparer versuchen würden, ihr Geld in ein Euro-Kernland zu transferieren. Banken würden über Nacht zahlungsunfähig und Unternehmen und Privathaushalte würden weder Kredit noch Bargeld erhalten. Der Staat des betroffenen Landes fiele in einem solchen Szenario als Bankenretter aus, weil er selbst bankrott wäre. Bliebe ihm die Hilfe anderer Euro-Partner versagt, wäre auch eine Kapitalaufnahme über die Finanzmärkte nicht möglich.

Nach der Einführung einer neuen Währung würde diese am Forex Markt Poser zufolge um 30 bis 50 Prozent abwerten. Die Auslandsschulden des Staates und der Volkswirtschaft würden sich dadurch vervielfachen. Der neuen Währung prophezeit der Forex Analyst keine Stabilität: Die durch die Abwertung bedingte importierte Inflation würde  – nicht zuletzt über „Kompensationsforderungen der Gewerkschaften – zu einer Lohn-Preisspirale und bis hinein in die Hyperinflation führen.

Neue Währung würde am Devisenmarkt untergehen

Auch ein Auseinanderbrechen der Eurozone durch eine politisch erzwungene Maßnahme hält der Devisenexperte für unwahrscheinlich. Ein solcher Schritt würde auch die Kernländer der Eurozone gefährden. Poser skizziert folgenden Dominoeffekt: Steigt z. B. Griechenland aus der Eurozone aus, würden die Finanzmärkte sofort den Austritt weiterer Staaten spielen und deren nationale Bankensysteme in den Kollaps treiben. Der Untergang des Finanzsektors in ganz Südeuropa würde Banken in Nordeuropa mit in den Abgrund reißen, die durch ihre Kreditvergabe unmittelbar involviert seien.

Der eigenständige Austritt Deutschlands aus der Währungsunion würde Poser zufolge Deutschland am härtesten treffen. Durch die zu erwartende massive Aufwertung der neuen D-Mark verlöre die exportorientierte deutsche Wirtschaft an Konkurrenzfähigkeit. Der Forex Analyst verweist in diesem Zusammenhang auf die Franken-Aufwertung im vergangenen Sommer. Zudem würde der Target-2-Saldo der Bundesbank bei einem deutschen Austritt fällig: Die Forderungen der Bundesbank gegenüber anderen nationalen Notenbanken lagen zuletzt bei 480 Mrd. Euro.

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