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Forex: Euro rauscht in Richtung 1,30 USD

13 Dezember 2011 0 Kommentare

Der Euro steht am Devisenmarkt massiv unter Druck: Am Dienstag gab die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar abermals nach. Für einen Euro wurden am frühen Abend 1,3070 USD bezahlt. Das Tagestief lag bei 1,3057. Der Euro-Gipfel konnte den Rückzug internationaler Investoren aus der Währungsunion nicht stoppen.

Die Abwärtsdynamik gewinnt an Fahrt: Seit Ende Oktober hat der Euro gegenüber dem Greenback mehr als 8 Prozent verloren. Die weitere Abwärtsbewegung sollte aber durch diverse charttechnische Unterstützungen im Bereich von 1,30 bis 1,25 zumindest verlangsamt werden.

EZB enttäuscht Investoren

Im Finanzsektor ist seit Monaten von einem groß angelegten Rückzug internationaler Investoren aus dem Euro die Rede. Forex Analysten sehen diesen Trend durch die Beschlüsse des letzten EU-Gipfels in der vergangenen Woche sowie durch die  Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB) verstärkt.

Der Gipfel hatte die Finanzmärkte enttäuscht, was nicht zuletzt an den starken Kursverlusten der Aktienmärkte am Montag ersichtlich wurde. Die Maßnahmen – im Kern eine bislang unverbindliche und juristisch fortdauernd fragwürdige Selbstverpflichtung der Staaten zu einer soliden Haushaltspolitik und die Verschärfung von Sanktionsmechanismen gegen Schuldensünder – des Gipfels können nach Ansicht von Fachleuten allenfalls perspektivisch wirken und langfristig einen Beitrag zur Währungsstabilität leisten.

Kurzfristig tragen sie aber wenig zur Krisenbekämpfung bei. Vor allem im angelsächsischen Raum stößt das Verhalten der EZB auf Unverständnis. Diese soll nach Ansicht vieler Ökonomen durch verstärkte Interventionen am Anleihemarkt für Beruhigung sorgen. Darauf will sich die EZB bislang aber nicht einlassen. Mario Draghi betonte in der letzten Woche, der Ankauf von Staatsanleihen unterlaufe den Geist der europäischen Verträge. Eine Hintertür lässt sich die Zentralbank aber offen: Pro Woche will sie bis zu 22 Mrd. Euro in Staatsanleihen investieren.

Forex Analyse: Eurozone steht im Schuldenvergleich gut da

Die Forex Analysten von Raiffeisen Research sind in einer Studie zu dem Schluss gekommen, dass es um den Euro gar nicht so schlecht steht. Demnach sei es unwahrscheinlich, dass die Eurozone in der nächsten Zeit auseinanderbricht. Erforderlich sei aber das Verhindern eine Zahlungsausfalls eines großen Mitgliedslandes. Dazu seien auf kurze Sicht Finanzierungshilfen und auf lange Sicht Reformen notwendig.

Positiv beurteilen die Devisenmarkt-Experten die Schuldensituation in der Eurozone im Vergleich zu anderen Ländern. Zwar seien einzelne Mitgliedstaaten der Währungsunion überschuldet. Der Gesamtschuldenstand der Eurozone liege mit 88 Prozent (2011) aber deutlich unter dem in den USA mit 100 oder Japan mit 233 Prozent. Auch bei der Betrachtung der Neuverschuldung des öffentlichen Sektors und der Handelsbilanz liege Europa vorn.

Die Neuverschuldung in der Eurozone wird in 2011 mit 4,1 Prozent der Wirtschaftsleistung deutlich niedriger liegen als in den USA mit 9,3 und Großbritannien mit 9,4 Prozent. Die hohe Neuverschuldung Japans (10,3 Prozent) erklärt sich nur zum Teil aus den Folgen der Erdbeben-Katastrophe. Das Leistungsbilanzdefizit der Eurozone liegt mit 0,8 Prozent der Wirtschaftsleistung ebenfalls deutlich niedriger als in anderen Staaten.

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