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Forex: Frankreich-Sorgen setzen Euro-Krise fort

22 November 2011 0 Kommentare

Die Euro-Schuldenkrise hält den Devisenmarkt auch in dieser Woche fest im Griff. Zusätzlich rücken die USA in den Blickpunkt. Das Super-Komitee aus Republikanern und Demokraten stellte am Montag seine Arbeit ein. Eine Einigung im Hinblick auf den Abbau des gewaltigen Defizits ist damit wie erwartet in weite Ferne gerückt.

Mit Frankreich könnte nun die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone das nächste Kapitel der Schuldenkrise darstellen. Am Montag notierten die Renditen zehnjähriger französischer Staatsanleihen zweitweise bei fast 3,6 Prozent. Der Renditeaufschlag gegenüber deutschen Titeln mit identischer Laufzeit näherte sich 200 Basispunkten.

Moody´s droht Paris mit Verlust von AAA

Am Montag hatte die Ratingagentur Moody´s eine Herabstufung der französischen Top-Bonität (AAA) indirekt in Aussicht gestellt. Ein Analyst der Agentur machte dafür neben der Eintrübung der Konjunktur auch die gestiegenen Refinanzierungskosten des Landes verantwortlich. Die höheren Zinsen würden den geplanten Defizitabbau ebeno erschweren wie die schwachen Wachstumsaussichten.

Die franzsöische Wirtschaft wird im kommenden Jahr voraussichtlich um weniger als ein Prozent wachsen. Paris will das Haushaltsdefizit bis zum Jahr 2013 auf 3 Prozent des BIP reduzieren und damit wieder in Einklang mit einem der Maastricht-Kriterien bringen. Im vergangenen Jahr lag das Defizit noch bei 7,1 Prozent. Frankreich steht seit Oktober unter besonderer Beobachtung von Moody´s. Die Kritische Äußerung wurde an den Finanzmärkten als Signal für eine Senkung des Ausblicks im Winter interpretiert.

Zum Wochenbeginn äußerten mit EU-Währungskommissar Olli Rehn und EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark zwei wichtige Protagonisten die Einschätzung, dass die Euro-Krise mittlerweile den Kern der Eurozone erreicht habe. Zuletzt waren auch die Renditen für niederländische und österreichische Staatsanleihen angestiegen. Der Verlust des AAA-Ratings für Frankreich würde die Schlagkraft des Rettungsfonds EFSF gefährden, da dessen Konstruktion eine Garantie durch Staaten mit Bestnote vorsieht.

US-Staatsschuld steigt auf 15 Billionen Dollar

Die USA leiden bislang nicht unter einem Vertrauensentzug der Finanzmärkte. Die finanzielle Situation der größten Volkswirtschaft der Welt ist dabei nicht besser als die der Kernländer diesseits des Atlantiks. Die Staatsschulden haben 15 Billionen US-Dollar erreicht und sind somit binnen Monaten um 1.000 Mrd. Dollar angestiegen.

Demokraten und Republikaner konnten sich auch in einem 12 Mann starken ausgelagerten Komitee nicht auf Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung einigen. Die Republikaner fordern einen Abbau des Defizits durch Ausgabenkürzungen und forcieren dabei insbesondere das Gesundheitssystem. Die Demokraten setzen auf Steuererhöhungen. Kommt es bis 2013 nicht zu einer Einigung, werden die Ausgaben mit der „Rasenmäher-Methode“ um 1200 Mrd. Euro gekürzt. Dann käme es auch zu Entlassungen von Polizisten und Fluglotsen.

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