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Forex: EUR/USD über 1,38 – Märkte erwarten Lösung der Euro-Krise

12 Oktober 2011 0 Kommentare

Der Euro bleibt am Forex Markt ein heißes Eisen. Am Mittwoch notierte die Gemeinschaftswährung wieder bei über 1,38 US-Dollar, nachdem zuletzt zweitweise Kurse unter 1,32 gezahlt worden. Die deutsche Aufwertung gegenüber dem Greenback fand im Kontext eines insgesamt sehr freundlichen Finanzmarktumfelds statt. Am Forex Markt wird damit gerechnet, dass sich bald eine Lösung in der Euro-Schuldenkrise abzeichnet.

Mehrere Umstände sorgen für plötzlich wiederkehrenden Optimismus an den Märkten. Zum einen deutete sich am Mittwoch in Bratislava an, dass es eine erneute – und diesmal positive  – Abstimmung zum Euro-Rettungsschirm geben wird. Regierung und Opposition signalisierten Zustimmung, die in der ersten Abstimmung verwehrt worden war. Innenpolitische Sachzwänge sind nun beseitigt – die Regierung ist de facto gestürzt.

Forex Analysten erwarten baldigen Hellas-Haircut

Das am Forex Markt seit Monaten erwartete Finale in der Griechenland-Frage rückt näher. Erstmals gab auch der griechische Ministerpräsident Papandreou zu, dass hinter den Kulissen über einen Schuldenschnitt beraten und verhandelt werde. Eine Überraschung ist das schon lange nicht mehr. Fraglich ist nur, wie groß der Anteil aus ausfallenden Schulden ist. Im Gespräch ist ein Haircut von 50 bis 70 Prozent.

Für Zuversicht sorgte offenbar auch die Aussicht, dass der europäische Bankensektor mit Geldern aus dem EFSF gegen mögliche Schockwellen einer Umschuldung Griechenlands gewappnet werden soll. Aus Brüssel und Berlin wurde deutlich, dass Banken zu einer verstärkten Kapitalaufnahme gezwungen werden soll. Im Gespräch ist eine Kernkapitalquote von 9 Prozent. Kann diese aus eigener Kraft nicht erreicht werden, soll eine zwangsweise staatliche Beteiligung helfen.

Devisenmarkt bleibt volatil

Forex Analysten rechnen damit, dass der Devisenmarkt auch in den kommenden Wochen sehr volatil bleiben wird. Als der EUR/USD am Mittwoch sein Tageshoch bei 1,3832 erreichte, hatte er binnen sieben Handelstagen um 5,2 Prozent zugelegt. Ende August hatte eine Abwärtsbewegung den Wechselkurs in 10 Handelstagen um mehr als 7 Prozent nach unten gedrückt.

Wie der Forex Markt in den kommenden Wochen und Monaten auf die weitere Entwicklung in der Euro-Krise reagieren könnte, lässt sich bei einem Blick auf den Aktienmarkt erahnen. Der Deutsche Aktienindex machte am Mittwoch nach einer mehrtätigen, starken Erholung erst wenige Punkte unter der Marke von 6000 Zählern halt. Gemessen am letzten Tief hat der Leitindex damit 1000 Punkte respektive 20 Prozent zugelegt.

Das legt die Vermutung nahe, dass die Märkte für die nächste Zeit eine zufriedenstellende Lösung erwarten und nicht mit einer neuen Depression rechnen. Daraus erwächst ein entsprechendes Rückschlagspotenzial für den Fall, dass die Krise abermals nicht gelöst oder zumindest in geordnete Bahnen gelenkt werden kann. Das könnte auch für den Forex Handel gelten.

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