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Forex: EUR/USD stabilisiert sich bei 1,36

13 September 2011 0 Kommentare


Der Euro konnte sich zum Wochenbeginn etwas gegenüber dem US-Dollar stabilisieren. Im späten Forex Handel notierte die Gemeinschaftswährung am Montagabend bei 1,3663. Im Tagesverlauf schwankte der Wechselkurs allerdings extrem: Zwischen dem Tiefstkurs bei 1,3495 und dem Tageshöchstkurs bei 1,3695 lag eine Spanne von 200 Pips.

Mittelfristig erscheint die charttechnische Situation eher bearish. Nach dem Absturz aus dem Bereich von 1,45 fungieren sowohl die nach unten durchbrochene Aufwärtstrendlinie als auch der untere Bereich der seitwärts verlaufenden Trading Range im Kursbereich von 1,40 als Widerstand.

Hohe Volatilität im Forex Handel: 7 Prozent Verlust binnen 10 Handelstagen

N nur 10 Handelstagen  – vom 29. August bis zum 12. September –  hat der Euro um mehr als 7 Prozent gegenüber dem Dollar abgewertet. Besonders drastisch waren die Kursverluste am Donnerstag und Freitag der vergangenen Woche. Der Verlust an diesen beiden Tagen zusammen belief sich auf 3,3 Prozent.

Nicht zuletzt die Europäische Zentralbank hat zum Kursverlust beigetragen. Sie beließ den Leitzins in der Eurozone am vergangenen Donnerstag bei 1,5 Prozent. Das war zwar so vom Forex Markt erwartet worden – dennoch wurde deutlich, dass die Zinsdifferenz zwischen den USA und Euroland in den kommenden sechs Monaten schrumpfen könnte. Der Euro-Geldmarkt erwartet für Februar eine Zinssenkung der EZB.

Forex Analysten sehen die EZB ähnlich wie die Federal Reserve Bank im Zugzwang. In der vergangenen Woche hatte EZB-Chefvolkswirt seinen Rücktritt angekündigt. Er will die EZB-Anleihekäufe nicht mehr mittragen. Mit Stark scheidet einer der letzten Stabilitätspolitiker aus dem Umfeld der EZB aus. Der Nachfolger Asmussen wechselt direkt aus dem Finanzministerium. Forex Analysten erwarten deshalb, dass die EZB ihre Geldpolitik mittelfristig auch außerhalb der Leitzinssätze locken und weiterhin Anleihen am Sekundärmarkt kaufen wird.

Griechenland Opt-Out: Dem Forex Markt stehen volatile Zeiten bevor

Im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse auf politischer Ebene erscheint es unwahrscheinlich, dass der Forex Handel in der nächsten Zukunft weniger volatil verläuft. Am Wochenende verdichteten sich die Indizien für einen möglichen Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone. Die Vorbereitung eines solchen Schritts – der von vielen Ökonomen als richtig erachtet wird – könnte viel Unruhe in den Markt tragen, die nicht zuletzt von den Aktienmärkten ausgeht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zum Wochenbeginn auffällig indirekt Äußerungen von Spitzenpolitikern der CDU-Koalitionspartner widersprochen, die den Austritt Griechenlands aus der Eurozone forderten. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ließ bei einer Live-Sendung im ZDF am Montag kein unumstößliches Dementi folgen: Er schloss den Austritt Griechenlands unter Hinweis auf die europäischen Verträge aus.

In Fachkreisen gilt als sicher, dass hinter den Kulissen bereits über mögliche Vorgehensweisen für einen geordneten Staatsbankrott diskutiert wird. Der „Spiegel“ hatte am Wochenende berichtet, Beamte des Bundesfinanzministeriums würden bereits mehrere Szenarien durchrechnen. Als wahrscheinlich gilt eine Art vorübergehender Austritt der Griechen (Opt-Out) in Verbindung mit einem Schuldenschnitt (Haircut).

 

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