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Forex: EUR/USD scheitert erneut an 1,45

1 September 2011 1 Kommentar


Der Euro konnte im Forex Handel abermals nicht die charttechnisch vielfach als sehr relevant eingestufte Marke von 1,45 überwinden. Am Mittwochabend notierte der Kurs bei 1,4382. Der Fehlversuch macht den Widerstand charttechnisch noch stärker. Forex Analysten wiesen am Mittwoch darauf hin, dass die Situation sich auch im Hinblick auf einige Indikatoren (z. B. MACD) einzutrüben droht.

Gründe werden für fehlgeschlagene Anläufe derzeit genauso viele gefunden wie für geglückte Ausbrüche. Vor allem Italien soll dem Euro Forex Marktteilnehmern zufolge einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Das italienische Sparpaket wurde in den parlamentarischen Beratungen in weiten Teilen entschärft. War es zuvor noch gelobt worden, verlautete nun nicht zuletzt aus dem Umfeld des Bundesfinanzministeriums Ernüchterung.

Zinssenkung erwartet: Geldmarkt belastet Euro im Forex Handel

Unter anderem die beabsichtigte Sondersteuer für Vermögende wurde wieder gekippt. Dass die Politik den Märkten derzeit nichts Recht machen kann, zeigt ein anderer Vorgang im Zusammenhang mit Italien. Eine Anleiheemission gelang, war aber nicht wesentlich überzeichnet – die Nachfrage traf in etwa das Angebot.

Die Rendite für zehnjährige italienische Staatsanleihen lag mit 5,14 Prozent in einem vergleichsweise unkritischen Bereich. Das wurde am Forex Markt aber ebenso wie die gelungene Platzierung im Wesentlichen der Zentralbank zugerechnet, die zuvor am Sekundärmarkt italienische Anleihen gekauft hatte.

Belastet wird der Euro auch durch die Ankündigung der EZB, am 08. September die Inflationsrisiken für die Eurozone neu zu bewerten. Diese Ankündigung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet stützte die ohnehin zunehmende Erwartung einer Leitzinssenkung. Die Terminkurve am Geldmarkt indiziert, dass relativ früh im nächsten Jahr eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erfolgt und vorher anders als vor Kurzem noch erwartet keine weiteren Zinserhöhungen mehr vorgenommen werden.

Rezessionsängste sind weiter im Markt

Auch Rezessionssorgen beeinflussen weiterhin das Geschehen. Da sowohl von der US-Konjunktur als auch von der Eurozone mehrheitlich schlechte Nachrichten zu erwarten sind, dürften die Auswirkungen auf den EUR/USD aber gering sein.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung rechnet allerdings damit, dass die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal um 0,4 Prozent zulegen wird. Die Experten halten das schwache Wachstum im zweiten Quartal für einen einmaligen Ausrutscher. Der Einzelhandel verbuchte im Juli allerdings einen Umsatzrückgang, so dass mit einem großen Beitrag des Konsums zum Wachstum nicht zu rechnen ist.

Der Schweizer Franken wertete zum Euro wieder ab. Zeitweilig wurden für einen Euro fast 1,19 Franken gezahlt, nachdem am Forex Markt vor kurzem noch der Test der Parität für Aufsehen gesorgt hatte. Am Mittwochabend notierte der EUR/CHF bei 1,1583. Die Drohung der SNB mit einer Kopplung des Franken an den Euro hat somit teilweise Wirkung gezeigt, wenn auch die Bewertung des Franken noch immer hoch ist.

 

 

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1 Kommentar »

  • Finanznachrichten.info schreibt:

    Schweizer Franken bleibt weiterhin stark…

    In normalen Zeiten ist eine starke Währung wünschenswert – nicht aber in Krisenzeiten, in denen es dem währungstragenden Land wirtschaftlich schlecht geht und die Exporte durch die starke Währung noch schlechter gehen als sowieso schon. So geht es den …

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