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Forex: Talfahrt an den Märkten – EUR/CHF nahe der Parität

10 August 2011 0 Kommentare

Der Schweizer Franken dient Anlegern weiter als Fluchtwährung und wertet unter enorm hoher Volatilität auf. Für einen Euro wurden am Mittwochabend 1,0344 Franken bezahlt. Am Vortag hatte der Kurs im Forex Handel mit 1,0070 einen neuen Tiefstand nahe der Parität erreicht. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde eine am Geld liegende EUR/CHF-Option mit einer impliziten Volatilität von 289 Prozent bepreist.

Die Finanzmärkte werden in diesen Tagen von wachsenden Sorgen um die weltweite Schuldenkrise und einer neuen globalen Rezession dominiert. Die Aktienmärkte gaben weltweit deutlich ab, nachdem sich im Tagesverlauf eine zwischenzeitliche Erholung eingestellt hatte. Der Deutsche Aktienindex notierte am frühen Abend mit rund 4 Prozent im Minus und lag bei weniger als 5700 Punkten  rund 400 Punkte unter seinem Tageshoch.

Forex Analysten erwarten EUR/CHF-Parität

Die Krisenstimmung wurde von Befürchtungen begleitet, Frankreich könne eine Herabstufung seiner Bonität ins Haus stehen. Schon am Dienstag hatten die Prämien für Kreditausfallversicherungen für französische Staatsanleihen Rekordwerte erreicht. Standard&Poors hatte zum Wochenbeginn allerdings betont, dass eine Herabstufung nicht anstehe. Die Ratingagentur lobte dabei ausdrücklich die klaren Machtverhältnisse und die aus ihrer Sicht daraus resultierende Handlungsfähigkeit der Politik.

Forex Analysten rechnen damit, dass sich die volatile Marktentwicklung am Devisenmarkt weiter fortsetzen wird. Im Konsens wird auch mit dem Erreichen bzw. Unterschreiten der Parität im EUR/CHF gerechnet. Zwar halten die meisten Volkswirte die Aufwertung des Franken für maßlos übertrieben. Die angstgetriebene Dynamik könnte aber noch eine Weile anhalten. Gegenmaßnahmen der Schweizer Notenbank erwiesen sich bislang als wirkungslos.

Üble Mischung: Schuldenkrise, Inflation und Rezession

Der Schweizer Franken hat sich neben Gold als zweite Fluchtwährung etabliert. Anleger schätzen die lange Tradition der Schweiz als Finanzstandort und die geringe eidgenössische Staatsverschuldung. Die bislang robuste Schweizer Wirtschaft dürfte zwar sehr bald spürbar in Mitleidenschaft gezogen werden – die Investoren am Forex Markt dürften sich dafür jedoch allenfalls sekundär interessieren.

Der EUR/USD entwickelt sich weiter volatil, aber insgesamt richtungslos. Zwar wertet der US-Dollar insgesamt ab. Das zeigt sich der Bewertung zum Franken und zum Yen sowie an den steigenden Preisen für Rohstoffe. Da auch der Euro unter Druck steht, wertet der Greenback gegen die Gemeinschaftswährung aber nicht spürbar ab. Am Mittwochabend wurden für einen Euro knapp 1,42 Dollar bezahlt.

In den kommenden Wochen dürfte sich das Augenmerk am Forex Markt auf die weitere Entwicklung der Konjunktur in der Eurozone und den USA sowie der Inflation weltweit richten. Geldpolitische Impulse mit tatsächlicher Wirkung auf den Markt sind nicht zu erwarten. Die Märkte preisen bislang eine deutliche Abschwächung der Konjunktur, aber noch keine globale Rezession ei

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