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Forex: SNB Leitzinssenkung verpufft/US-Schuldenkrise nicht gelöst

3 August 2011 0 Kommentare

Die Schweizer Nationalbank hat am Mittwoch den Leitzins auf einen Korridor von 0,00 bis 0,25 Prozent reduziert und sich weitere Maßnahmen zur Schwächung des Schweizer Franken vorbehalten. Die Eidgenossen leiden zunehmend unter der Aufwertung ihrer Währung, die am Forex Markt laufend neue Höchststände markiert. Die Dollar-Krise könnte paradoxerweise ausgerechnet nach der vermeintlichen Deeskalation an Dynamik gewinnen.

Die Schweiz gilt unter Marktteilnehmern als sicherer Hafen. Das macht sich an der Kursentwicklung am Devisenmarkt genauso bemerkbar wie am Bondmarkt. Für einen Euro wurden am frühen Mittwochabend weniger als 1,10 Franken bezahlt. Die Wirkung der SNB war damit weitgehend verpufft. Nach der Ankündigung der Leitzinssenkung am Morgen war der Kurs zwischenzeitlich von 1,08 auf 1,115 gestiegen.

Forex Analysten sehen CHF weiter im Aufwind

Dass der Markt so schnell wieder nach unten gedreht ist und am Abend unter der psychologisch wichtigen Marke von 1,10 notierte, wird von Forex Analysten als Indiz für weiterhin bestehendes Abwärtspotenzial interpretiert. Im Konsens gehen Analysten und Volkswirte davon aus, dass es mindestens zu einem Test der Parität kommen wird.

Die Franken-Hausse am Forex Markt wird begleitet von Rekordkursen eidgenössischer Anleihen. Die Rendite einer Schuldverschreibung mit zehn  Jahren Restlaufzeit lag am Mittwochnachmittag bei 1,31 Prozent und damit 110 Basispunkte unter einer äquivalenten deutschen Staatsanleihe. Die Schweiz gilt wegen ihrer geringen Verschuldung, der stabilitätsorientierten Fiskalpolitik und der guten wirtschaftlichen und konjunkturellen Situation als sicherer Hafen.

Durch die Aufwertung des Franken droht die Konjunktur in der Schweiz jedoch Schaden zu nehmen. Die SNB hat seit dem Ausbruch der Finanzkrise bereits mehrfach interveniert und dies auch stets offen angekündigt. Bislang konnte sie keine nennenswerte Wirkung erzielen. Verglichen mit den Höchstständen der letzten Jahre haben sowohl der Euro als auch der US-Dollar um mehr als 30 Prozent abgewertet. Derart starke Bewegungen etablierter Währungen sind am Forex Markt selten.

Forex Analysten sehen USA kritisch

Nachdem die USA die formale Zahlungsunfähigkeit in letzter Minute abwenden konnten, wächst die Kritik an dem kleinsten gemeinsamen Nenner, auf den sich Republikaner und Demokraten verständigt haben.

Das Sparprogramm fällt nach Ansicht von Volkswirten sehr dürftig aus. Es beschränkt sich in weiten Teilen auf eine Deckelung der künftigen Ausgaben  und lässt echte Einsparungen vermissen. Im kommenden Jahr werden gerade einmal 25 Mrd. Dollar eingespart: Angesichts einer für 2012 angesetzten Neuverschuldung von mehr als 1100 Mrd. Dollar erscheint das wenig ambitioniert.

In diesem Zusammenhang rückt vor allem die US-Notenbank in den Blickpunkt. Die Federal Reserve Bank könnte angesichts der schleppenden Konjunktur in den USA und den fehlenden Spielräumen der Fiskalpolitik zu weiteren Lockerungsmaßnahmen gezwungen sein. Das Wachstum der US-Wirtschaft war in den ersten sechs Monaten sehr schwach. Groß ist der Spielraum von Ben Bernanke allerdings nicht: Die neuerlichen Maßnahmen werden sich auf den Ankauf von Anleihen beschränken.

 

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