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Devisenmarkt: Langfristig orientierte Anleger suchen Diversifikation

22 März 2010 1 Kommentar

Der Devisenmarkt erfreut sich nicht nur unter spekulativ orientierten Tradern wachsendes Interesses: Auch langfristig orientierte Kapitalanleger suchen am Forex Markt verstärkt nach Möglichkeiten zur Diversifikation ihres Anlageportfolios.

Noch zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts waren Finanzprodukte in Verbindung mit dem Devisenmarkt nur wenigen Anlegern zugänglich. Heute steht eine große Auswahl an effektiven Instrumenten zur Verfügung, deren Charakter weniger spekulativ ist und auch die Umsetzung strategischer Überlegungen ermöglicht.

Branche berücksichtigt Privatanleger stärker
Eines dieser Instrumente sind Exchange Traded Currencies. Dabei handelt es sich um Produkte, mit denen Anleger eins zu eins an der Entwicklung eines bestimmten Wechselkurses, wie etwa dem EUR/USD partizipieren können. ETCs sind rechtlich betrachtet Schuldverschreibungen, die durch einen Deckungsstock aber besonders gut besichert sind und auch im Fall der Insolvenz des Emittenten nicht ihren Wert verlieren.

ETCs eignen sich zum einen dazu, gezielt die Entwicklung eines Währungspaares zu antizipieren. Für aktiv gemanagte Portfolios bietet der Devisenmarkt in jedem Kapitalmarktumfeld Chancen. Während die Aktien- und Rentenmärkte oft für Jahre uninteressant sind, lässt sich am Währungsmarkt immer Geld verdienen, weil die Wechselkurse sich fortlaufend ändern.

Mit ETCs lässt sich darüber hinaus das Währungsrisiko eines Wertpapierportfolios effektiv steuern. Befinden sich im Depot etwa größere Bestände von in US-Dollar notierten Aktien, kann das Wechselkursrisiko durch die Beimischung einer Währungsposition verringert werden. Die oft sehr kostenintensive Absicherung über ein Quantozertifikat, das überdies noch mit einem sehr viel größeren Emittentenrisiko verbunden ist, entfällt dann.

Hinsichtlich Transparenz und Liquidität bieten ETCs dieselben Vorteile, die Anleger auch im aktiven Forex Trading über die Handelsplattformen von Forex Brokern nutzen können: Der Handel ist weit über die gewöhnlichen Börsenöffnungszeiten hinaus möglich und die Preisbildung ist sehr transparent.

Globale ökonomische Entwicklungen fürs Depot
Der Devisenmarkt bietet Anlegern die Möglichkeit, an den weltweiten makroökonomischen Entwicklungen zu partizipieren. Wechselkurse filtern die großen wirtschaftlichen Tendenzen an den Weltmärkten besser als Aktien- oder Rentenmärkte, die zu sehr dem Einfluss von Spekulanten und den Zentralbanken und Regierungen stehen.

Ein klassisches Beispiel für den globalen Bezug der Wechselkurse sind die „Commodity Dollars“. Dahinter verbergen sich u.a. der Australische und der Kanadische Dollar. Sowohl Australien als auch Kanada sind Rohstoff-Exporteure, die am Weltmarkt eine wichtige Rolle spielen.

Kommt es zu einer globalen Rezession, leiden Commodity Dollars für gewöhnlich unter einem marktwirtschaftlichen Mechanismus: Infolge des wirtschaftlichen Abschwungs fällt die Nachfrage nach Rohstoffen auf dem Weltmarkt. Es werden geringere Mengen zu geringeren Preisen umgesetzt. Das führt dazu, dass die Exporteure aus Kanada und Australien weniger Umsätze erlösen.

Da Rohstoffe am Weltmarkt in US-Dollar gehandelt werden, konvertieren die Exporteure ihre Erlöse in die jeweilige Heimatwährung. Sinken die Erlöse, sinkt auch die Nachfrage der Exporteure nach Commodity Dollars – der Wechselkurs gibt nach. Ökonomen gehen davon aus, dass der Devisenmarkt in einer zunehmend vernetzten Weltwirtschaft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Privatanleger, die Innovationen fürs Portfolio schätzen können in Zukunft mehr denn je an den wirklich bedeutenden Entwicklungen der Weltwirtschaft partizipieren.

Weitere Informationen zum Thema Devisenmarkt auf www.bankingportal24.de.

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  • Finanznachrichten.info schreibt:

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