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Komplementärwährung in Japan

5 Oktober 2008 0 Kommentare

Durch die wirtschaftlichen Probleme in den 1990er Jahren kam es im Land Japan zu gesetzlichen Veränderungen im Hinblick auf Komplementärwährungen. Es wurde eine Lockerung des Gesetzes vollzogen, um Komplementärwährungen zu erproben. Wegen des Erdbebens im Jahr 1995 in Kobe war die Regierung Japans stark damit überfordert, finanzielle Hilfen bereitzustellen. Aus diesem Grund entstanden verschiedene Selbsthilfe-Organisationen, welche eine Hilfe im gesamten Land ermöglichten. Aus Tradition und Ehre ist es in Japan so, dass außerfamiliäre Hilfe belohnt wird. So entstanden lokale Netzwerke gemeinnütziger Art.

In diesen Netzwerken konnten soziale Pflegedienste entweder in Yen oder auch auf einem Konto gutgeschrieben werden, welches eine gewisse Zeit Bestand hatte. Diese Zeitgutschriften konnten auf Familienmitglieder übertragen werden, welche hilfebedürftig waren. Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedenste Währungskombinationen in den unterschiedlichsten Varianten, die für verschiedenste Zwecke wie Umweltschutz, Bildung, Katastrophenschutz, Nachbarschaftshilfe, biologischer Lebensmittelanbau sowie weitere Maßnahmen zur Erhaltung der Kultur wie Musik- und Theateraufführungen genutzt werden konnten. Diese Währungskombinationen galten als gesamtes Experiment von Projekten mittelfristiger Länge mit dem Ziel, die besten Modelle auswählen zu können. Im Sommer des Jahres 2002 wurde durch den japanischen Wirtschaftsminister verkündet, dass die Zuhilfenahme einer Komplementärwährung Japan sicher aus dem Problem der Deflation herausführen würde. Dies besonders deshalb, weil somit Geld auf der lokalen Ebene bereit stehen würde. Der Wirtschaftsanalytiker Morino aus Japan hat die Komplementarität, welche zwischen der lokalen Zweitwährung und der Erstwährung Yen besteht, mit dem bekannten Prinzip Yin und Yang vergliche.

Das Beispiel der Komplementärwährung in Japan macht deutlich, dass sehr wohl Vorteile durch die Einführung einer solchen Währung entstehen können. Im Hinblick auf finanzielle Krisen, die meist aus sozialen Unruhen oder Umweltkatastrophen heraus entstehen und die sich häufig zu allgemeine Wirtschaftskrisen entwickeln können, gilt die Einführung einer Komplementärwährung teilweise sogar als Rettungsmaßnahme. Selbstverständlich stehen dem Staat auch andere Maßnahmen zur Verfügung, die dieser nutzen kann, um eine Finanzkrise zu überwinden oder zu umgehen. Dadurch kann die Regierung schlimmeres, vor allem eine Wirtschaftskrise, verhindern. Im Zusammenhang mit dem Forex Market und dem Handel ist es also von entscheidender Bedeutung, die sozialen und politischen Ereignisse eines Landes genau zu beobachten. Besonders die bereits im Vorfeld einer Finanzkrise entstehenden Probleme in Bezug auf Umwelt oder sozialen Unruhen können sehr gut verfolgt werden. Etwas schwieriger ist dies bei plötzlich eintreten Ereignissen, wie einer großen Umweltkatastrophe von sehr großem Ausmaß. In der Regel lässt sich also die Anbahnung einer Finanzkrise erkennen und entsprechend kann durch den Akteur gehandelt werden, der auf die spezielle Währung des Landes gesetzt hat. Das Zustandekommen einer Komplementärwährung ist ebenfalls in gewisser Weise beobachtbar. Diese führt im Laufe der Zeit dazu, dass sich eine Währung stabilisiert, so wird die Erstwährung des Landes stärker und für den Forex Market interessanter. Anhand der Stabilität der Währung lassen sich auch Rückschlüsse auf die Wirtschaft eines Landes ziehen. Dies ist dann auch für andere Bereiche des Finanzmarktes von Bedeutung.

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